Positive Bilanz und vielversprechende Aussichten für das Richard-Strauss-Festival 2017

"Sie sind ein wunderbares Publikum"

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Ks. Brigitte Fassbaender bedankt sich bei den treuen Förderern und beim Publikum.

GAP – Das Richard-Strauss-Festival, das vom 11. bis 17. Juni in Garmisch-Partenkirchen gefeiert wurde, war ein Fest für alle Musikliebhaber. Mit 20 Veranstaltungen an sieben Festivaltagen – die Programmformate reichten vom Workshop für Kinder bis zu den Orchesterkonzerten in der Eishalle – konnte das Festival rund 5500 Besucherinnen und Besucher ansprechen und nach Garmisch-Partenkirchen bringen. Die Auslastung von ca. 70 Prozent stellt eine erfreuliche Erhöhung gegenüber dem Vorjahr dar. Komplett ausverkauft waren das Konzert der Essener Philharmoniker, das Künstlergespräch, der erste Meisterkurs und die Kinder- Workshops.

„Unsere Strategie, im Sinne des künstlerischen Erbes von Richard Strauss auf höchste Qualität zu setzen, wird vom Publikum angenommen. Wir widmen uns sehr motiviert und zuversichtlich der Realisierung des Festivals 2017, das als letztes Festival der Intendanz Fassbaender künstlerisch wieder Besonderes bieten wird. Ermöglicht wird das unter anderem durch die großzügige Zuwendung des Unternehmers Peter Eugen Eckes und die Zusage der Subventionserhöhung durch den Freistaat Bayern“, fasst Dr. Christian Wolf, der Leiter des Richard-Strauss-Instituts, zusammen.

Für eine Entspannung der angespannten finanziellen Situation des Strauss-Festivals gab es zwei positive Signale während des Festivals. Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle sagte bei seiner Eröffnungsrede zu, die Subvention des Freistaats Bayern von 40.000 auf 70.000 Euro zu erhöhen, und versicherte, dass sich der Freistaat seiner Verantwortung für das künstlerische Erbe des bedeutendsten Komponisten des Landes durchaus bewusst sei.

Zur Halbzeit des Festivals verkündete der prominente Unternehmer und Mäzen Peter Eugen Eckes, dass er das Festival über seinen Kulturfonds im kommenden Jahr mit einer Zuwendung in Höhe von 100.000 Euro unterstützen wird (wir berichteten). Der große Erfolg des diesjährigen Festivals sowie die positiven Signale aus München geben den Veranstaltern den nötigen Rückenwind für ihre Überlegungen zur Fortsetzung des Richard-Strauss-Festivals ab 2018. Denn die Ankündigung, dass Ks. Brigitte Fassbaender nach dem Festival 2017 nicht mehr als Intendantin zur Verfügung steht, rückt ganz nachdrücklich die Zukunft des Richard-Strauss-Fetivals in den Fokus, wie Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer „mit Sorge und Wehmut“ bei der Eröffnung betont hatte. Mit einer flammenden, leidenschaftlichen Rede hatte Brigitte Fassbaender selbst noch einmal auf das Erbe des großen deutschen Komponisten aufmerksam gemacht und die Bedeutung von Richard Strauss nicht nur für Garmisch-Partenkirchen, sondern für das Kulturland Bayern unterstrichen. Allen Skeptikern – insbesondere auch denen im Gemeinderat – hatte sie deshalb zugerufen: „Garmisch-Partenkirchen hat halt das Pech gehabt, dass sich einer der größten deutschen Komponisten in den Ort und die Landschaft verliebt und hier 40 Jahre lang gelebt und gewirkt hat. Diesem Erbe sind wir verpflichtet.“

Nach dem Festival, ist vor dem Festival: 2017 finden die Musiktage zu Ehren von Richard -Strauss vom 24. bis 30. Juni statt. Schluss- und Höhepunkt wird am 30. Juni die Aufführung seines wohl populärsten Werkes „Eine Alpensinfonie“ sein, mit einem großen Abschiedsfest für Ks. Brigitte Fassbaender im Anschluss. Das detaillierte Programm des Festivals 2017, das sich unter dem Motto „Von Held und Welt“ den späten Tondichtungen widmen will, wird Ende Oktober vorgestellt.

Von Ilka Trautmann

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