Bleibt die Bundeswehr in Mittenwald und Murnau bestehen? – Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber (CSU) hat sich in einem Brief an Bundesverteidigu ...

Der Landtagsabgeordnete Martin Bachuber (CSU) hat sich jetzt mit einem Brief an den Bundesminister für Verteidigung, Thomas de Maizère, gewandt. Denn mit Spannung wird allmählich die Entscheidung erwartet, welche Standorte der Bundeswehr nach der Reform der Wehrpflicht auch in Zukunft erhalten bleiben. Alle Einrichtungen – so hieß es aus dem Ministerium – kämen dabei auf den Prüfstand. Im Landkreis geht es konkret um Mittenwald und Murnau.

In seinem Brief an Thomas de Maizère schreibt der CSU-Abgeordnete: „So sehr sich beide Standorte in ihrer wehrpolitischen Ausrichtung unterscheiden, so sind sie doch von großer Bedeutung für die Bundes- wehr wie auch für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Die Gebirgs- und Winterkampfschule der Edelweiß-Kaserne in Mittenwald ist aufgrund ihrer spezialisierten Aus- richtung zweifelsohne eine Einrichtung, auf die die Bundeswehr im Hinblick auf die Auslandseinsätze nicht verzichten kann. Die hervorragenden Dienste, welche von den Angehörigen der dort stationierten Gebirgsjäger seit vielen Jahren zunächst in Somalia, später im Kosovo und nunmehr in Afghanistan geleistet werden, sind das beste Beispiel dafür, wie sehr dieser Teil der Truppe bereits zum jetzigen Zeitpunkt das künftig wohl noch größer werdende Anforderungsprofil der Bundeswehr in vorbildlicher Weise erfüllt.“ Mehr Sorgen macht sich Bachhuber da schon um den Standort Murnau: „Im Hinblick auf die Zukunft der Werdenfels-Kaserne in Murnau darf ich darauf hinweisen, dass die Marktgemeinde mit der Schließung der Kemmel-Kaserne bereits vor eine große strukturpolitische Herausforderung gestellt wurde. Eine Schließung des noch verbliebenen zweiten Kasernenstandortes würde die Kommune vor nicht mehr bewältigbare Herausforderungen stellen und ungeahnte Folgen auch für das wirtschaftliche Gefüge der gesamten Staffelsee-Region nach sich ziehen.“ Diesen Aspekt haben bereits Landrat Harald Kühn und Murnaus Bürgermeister Dr. Michael Rapp mehrfach betont und verschiedenen Entscheidungsträgern mit auf den Weg gegeben. Auch das Argument, dass die Bundeswehr sowohl in Murnau als auch in Mittenwald ein fest verankerter und voll integrierter Bestandteil im gesellschaftlichen Leben ist, der von der Bevölkerung eine breite Akzeptanz erfährt, ist ein vielfach zitierter Sachverhalt. Zuletzt war Staatssekretär Christian Schmidt auf einer „Standort-Rundreise“ auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gewesen. Damals, Mitte Februar, hatte er ein paar Entscheidungskriterien genannt: Die Bundeswehr will in der Fläche bleiben, die Standorte müssen attraktiv sein und familienfreundlich.

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