Den Blick nach vorn richten

Mit dem schon traditionellen Ruf der Alphornbläser im Offiziersheim der Mittenwalder Kasernen begann der Cours der geladenen Gäste vorbei am Standortältesten Jürgen Radermacher und Bürgermeister Adolf Hornsteiner mit Frau Gabriele. Nach und nach fanden die ca. 250 geladenen Gäste Platz im großen Saal zum gemeinsamen Neujahrsempfang von Marktgemeinde und Bundeswehr.

In seiner Ansprache dankte der Kommandeur allen Vertretern von Ämtern, Behörden, Dienststellen und Vereinen für ihr Kommen und die stets gute und freundschaftliche Zusammenarbeit. Auch 2009 warten neue Aufgaben und Herausforderungen auf die Bundeswehr, doch sei der Blick nach vorn gerichtet und voller Tatendrang, sagte Radermacher. Er informierte alle Anwesenden, dass in diesem Jahr für die Mittenwalder Gebirgsjäger erneut Auslandseinsätze anstünden. Ca. 30 Soldaten sollen sich im September 2009 an der Ausbildung afghanischer Bataillone am Hindukusch beteiligen. Dieser OMTL-Auftrag dauere zweimal sechs Monate und wäre damit Ende 2010 beendet. Zurzeit sind 215 Soldaten des GebJgBtl 233 in Afghanistan; Oberstleutnant Siems befindet sich mit 138 Soldaten in Feyzabad und 60 Gebirgsjäger leisten ihren Einsatz in Kunduz. Mittenwalder Soldaten sind auch im Kosovo und in Bosnien vertreten. Für alle erhofft sich Kommandeur Radermacher eine glückliche Heimkehr; gleichzeitig wünschte er den Gästen des Empfangs ein gutes und zufriedenes Jahr. Bürgermeister Adolf Hornsteiner begann seine humorig gewürzte Rede mit einer musikalischen Darbietung auf der Zither. Gekonnt zupften seine Finger eine Melodie vom „Morgen am Traunsee“, wofür er herzlichen Applaus erntete. „Ich bin von Natur aus Optimist“, begann er dann, „sonst hätte ich mich nicht auf das Abenteuer Bürgermeister eingelassen“. Alles erfahre er nun zum ersten Mal, auch diesen Neujahrsempfang. Das flaue Magengefühl beim Amtsantritt Anfang Mai 2008 habe sich inzwischen gelegt, bekannte Hornsteiner, er wisse jetzt besser mit den vielen unterschiedlichen Anforderungen an die Gemeinde umzugehen. Eine gute finanzielle Nachricht hatte er auch: Der Eigenanteil der Gemeinde an den Kosten für das Natur-Erlebnis-Zentrum auf dem Karwendel konnte nach entsprechenden Verhandlungen auf nun 530.000 Euro reduziert werden. Die anfänglich errechneten Baukosten von 1,4 Mio Euro hatten sich ja auf 3,7 Mio Euro erhöht – daraus hatte sich ein ursprünglicher Kostenanteil für die Gemeinde Mittenwald von gut 1 Mio ergeben. „Die Kürzung ist eine erleichternde Nachricht in meiner erst kurzen Amtszeit“, sagte Mittenwalds Bürgermeister. Die wirtschaftliche Vorausschau auf das Jahr 2009 sei nicht gerade ermutigend: „Wirtschaftsmisere, Finanzkrise, Rezession sind die beherrschenden Schlagworte.“ Zusammen mit dem Gemeinderat und den Mitarbeitern will Hornsteiner diesen Prognosen mit positiver Kraft entgegenarbeiten.

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