Abt Bögle ist zurückgetreten

Der Abt der Benediktinerabtei Ettal, Barnabas Bögle OSB, ist von seinem Amt zurückgetreten. Er kommt damit der Bitte des Generalvikars des Erzbischofs von München und Freising, Prälat Peter Beer, nach.

Abt Barnabas übernimmt mit diesem Schritt die Verantwortung dafür, dass in Zusammenhang mit einem Missbrauchsverdacht aus dem Jahr 2005 gegen die innerkirchliche Meldepflicht verstoßen wurde. Der Mitbruder wurde damals nach einem psychologischen Gutachten ins sächsische Wechselburg versetzt. Der Meldepflicht des Verdachtsfalls ist das Kloster erst jetzt nachgekommen, nachdem zu Beginn der Woche Missbrauchsvorwürfe aus den 70er und 80er Jahren bekannt wurden. Die Erzdiözese München und Freising sieht in dem Rücktritt von Abt Barnabas Bögle „einen respektablen und richtigen Schritt, um den guten Ruf der Schule und des lnternats zu schützen und eine umfassende Aufklärung sicher zu stellen“. Der Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising, Prälat Peter Beer, erwartet eine rückhaltlose Aufklärung nicht nur der jahrzehntelang zurückliegenden Vorwürfe, sondern auch möglicher Verfehlungen und Versäumnisse aus der jüngeren Vergangenheit. In einer Pressemitteilung aus dem erzbischöflichen Ordinariat München fordert Generalvikar Beer „dass es bei Vorwürfen von sexuellem Missbrauch keine Toleranz geben kann.“

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