"Das war völlig unnötig" – Niederlage gegen Ravensburg - Am Freitag wichtiges Heimspiel gegen Lausitzer Füchse

Am Ende waren die Ravensburger eine Nummer zu groß für den SCR und Greg Collins (li.). Foto: Thomas Sehr

Mit dem Sieg bei den Eispiraten Crimmitschau (siehe oben) hatte der SC Riessersee sehr gute Voraussetzungen für ein Sechs-Punkte Wochenende geschaffen. Doch am Sonntag gab es eine 3:5-Heimniederlage gegen die Ravensburg Towerstars in einer Partie, in der die Führung ständig wechselte.

Wer nicht rechtzeitig seinen Platz im Olympia-Eissportzentrum eingenommen hatte, verpasste gleich das erste Tor. Gerade einmal 21 Sekunden waren absolviert, als Florian Vollmer die Weiß-Blauen in Führung brachte. Mit diesem Vorsprung wurden auch das erste Mal die Seiten gewechselt. Doch der amtierende Meister schlug zurück: Konstantin Schmidt traf 178 Sekunden nach Wiederbeginn zum 1:1. Als Tim Regan auf die Strafbank musste, schlugen die Ravensburger erneut zu: Alexander Thiel war der Torschütze nach 32 Minuten. Zunächst konnten die Werdenfelser eine doppelte Überzahlsituation nicht ausnutzen, doch gegen Ende des Mitteldrittels hatte der SCR wieder das Momentum auf seiner Seite: Lubor Dibelka traf vier Minuten vor der Drittelpause zum 2:2. Spannung war also vor den letzten 20 Minuten angesagt. Diesmal erwischten die Gastgeber den besseren Start: Dibelka machte mit seinem zweiten Treffer des Abends das 3:2. Doch die Ravensburger kamen zurück: Max Schmidle drückte den Puck in der 50. Minute zum 3:3 über die Linie, als Justin Zilla und Florian Vollmer gemeinsam in der Kühlbox saßen. In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse. Viereinhalb Minuten vor Schluss leisteten sich die Towerstars einen Wechselfehler, dann musste auch noch Kapitän Matt Kinch auf die Strafbank. Doch auch beim zweiten doppelten Überzahlspiel des Abends kam kein Treffer der Garmisch-Partenkirchner zu Stande. Alles schien auf eine Verlängerung herauszulaufen, so wie beim ersten Aufeinadertreffen der beiden Mannschaften im Olympia-Eissportzentrum, als sich die Riesserseer am Ende mit 5:4 im Penaltyschießen mit 5:4 durchsetzten konnten. Doch dann schockte Ravensburgs Neuzugang Jeffrey Szwez die 1100 Zuschauer mit einem trockenen Schuss über die Schulter von SCR-Keeper Harti Wild zum 4:3. 51 Sekunden standen zu diesem Zeitpunkt noch auf der Uhr. Die Gastgeber mussten alles riskieren und nahmen ihren Goalie vom Eis. Doch Sekunden vor der Schlusssirene machte Szwez mit dem Schuss ins verwaiste Tor den 5:3-Sieg der Oberschwaben perfekt. „Die Niederlage war völlig unnötig, sie kam durch dumme Fehler und dumme Strafzeiten zu Stande“, ärgerte sich SCR-Trainer Zdenek Travnicek danach. „Im ersten Drittel haben wir gut gespielt. Dann haben die Spieler wohl gedacht, dass es einfach so weiter geht. Im zweiten Drittel waren wir dann zu passiv und sind zu wenig gelaufen.“ In der Tabelle haben die Riesserseer damit am vergangenen Wochenende weder Boden auf Rang acht gut gemacht, noch solchen verloren. Damit kommt dem nächsten Heimspiel am kommenden Freitag sehr große Bedeutung zu. Denn dann ist mit den Lausitzer Füchsen eine Mannschaft um 20 Uhr im Olympia-Eissportzentrum zu Gast, die derzeit unter den ersten acht Mannschaften steht. Die Sachsen zählen zu den positiven Überraschungen der Saison. Viele hatten ihnen keine so gute Rolle zugetraut. Sie kommen ausgeruht nach Garmisch-Partenkirchen, denn am vergangenen Sonntag waren sie spielfrei. Zweimal standen sich die beiden Mannschaften in der laufenden Saison bereits gegenüber. Dabei zogen die Weiß-Blauen jedoch zweimal den Kürzeren: Zu Hause unterlagen sie mit 2:3 nach Penaltyschießen und in Sachsen mit 3:6. Es ist also an der Zeit, diese Negativserie am kommenden Freitag zu beenden. Die Begegnung gegen das Team aus Weißwasser ist übrigens die letzte bis zum 12. Februar, bis dahin bestreiten die Werdenfelser drei Auswärtsspiele am Stück.

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