Debatte zur Schanze entlastet die Verwaltung – Schlagabtausch im Gemeinderat – Mehrheit sieht kein Fehlverhalten seitens der Verwaltung und des Bü ...

Das Objekt aller Streitigkeiten. Foto: Goebel

Zu dem lange schon schwelenden Thema „Kostenexplosion Skischanze“ kam es am Mittwoch in der Gemeinderatssitzung zum erwarteten Schlagabtausch.  Am Ende der Debatte aber ging Bürgermeister Thomas Schmid und seine Verwaltung gestärkt aus der Diskussion heraus, denn mit 16 zu 14 Stimmen beschied der Gemeinderat, „. . . dass seitens der Verwaltung und des Bürgermeisters kein Fehlverhalten oder Pflichtverletzungen festzustellen sind . . .“.

Diesem Beschlussvorschlag folgten die CSB-Fraktion und die Freien Wähler bis auf Paul Kollmannsberger. Die 14 Gegenstimmen setzten sich aus CSU, SPD, dem FDP-Gemeinderat und dem Vertreter der Bayernpartei zusammen. Die vorausgegangene Diskussion, die meist sachlich blieb, brachte noch einmal die Chronologie der Ereignisse auf den Tisch: Vom Wettbewerb zur neuen Schanze, von den dafür geschätzten Kosten (die nach Meinung einiger Gemein- deräte von vornherein viel zu niedrig angegeben wurden), von mangelnder Planungsreife, „die zu Defiziten in den Ausschreibungen führte“ (Zitat aus dem Prüfbericht), von den ersten Kostensteigerungen bis hin zur Kostenexplosion auf letztlich 17,24 Mio Euro. Erster Bürgermeister Thomas Schmid musste sich den Vorwurf der „Kostenverschleie-rung“ anhören, von schlechter Kommunikation war die Rede und davon, dass wesentliche Fakten verschwiegen wurden. Dr. Sigrid Meierhofer von der SPD-Fraktion sieht ebenso wie die CSU-Fraktion mit Elisabeth Koch an der Spitze die Verantwortung für die Kostenexplosion beim Bürgermeister. CSB-Fraktionsführer Dr. Peter Samstag hingegen warnte ebenso wie Hannes Krätz von den Freien Wählern davor, einen einzigen Schuldigen zu suchen. Krätz: „Es gibt eben nicht einen konkreten Fehler, nicht eine Gruppierung oder eine Person, die zur Verantwortung zu ziehen ist.“ Vielmehr seien die „Komplexität des Großprojekts“ und der „selbst gewählte, enge Zeitrahmen“ ursächlich, was so auch im Abschlussbericht des Kommunalen Prü- fungsverbandes genannt wird. Das brachte noch einmal die Frage auf, ob man mit der FIS tatsächlich keinen weiteren Aufschub für die Nutzung der alten Schanze für’s Neujahrsskispringen 2008 hätte verhandeln und dadurch Zeit für eine bessere Planung gewinnen können. Hätte dies den Schanzenbau verbilligt? Eine Antwort darauf kann keiner geben.

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