"Der Problemdruck ist hoch" – Matthias Kratz ist neuer Geschäftsführer der Kreisentwicklungsgesellschaft

Matthias Kratz hat sein neues Büro an altbekannter Wirkungsstätte in der Burgstraße 15 bezogen. Foto: Ilka Trautmann

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ILKA TRAUTMANN, Landkreis / GAP – Die Kreisentwicklungsgesellschaft Garmisch-Partenkirchen mbH (Gesellschafter sind alle kreisangehörigen Gemeinden, die Kreissparkasse, die VR-Bank, die Handwerkskammer und die IHK, die Klinikum Garmisch-Partenkirchen GmbH sowie der Verein Lebenslust und der Landkreis) hat einen neuen Geschäftsführer. Und es ist ein alter Bekannter – allerdings in einer völlig neuen Funktion. Wie der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Landrat Harald Kühn, vor kurzem bekannt gab, hat die Gesellschafterversammlung unter den zahlreichen Bewerbern – an die 90 waren das – einstimmig Matthias Kratz als Nachfolger von Daniel Gromotka ausgewählt. Der Vertrag ist bereits unterschrieben, am 1. September hat Kratz seine neue Stelle angetreten. Matthias Kratz war zwischen 1990 und 2011 Geschäftsführer des Kreisbildungswerkes Garmisch-Partenkirchen e.V. und kennt die Gegebenheiten im Landkreis bestens. Landrat Harald Kühn freut sich dann auch, dass die Kreisentwicklungsgesellschaft „eine so erfahrene und mit dem Landkreis bestens vertraute Persönlichkeit als Geschäftsführer gewinnen konnte.” Als Tourismusmanager wurde bereits zuvor Matthias Helldörfer bestellt, der allerdings erst zum 1. Oktober seine Tätigkeit aufnimmt. Kratz wird als Regionalmanager natürlich auch den Schwerpunkt Tourismus mit dessen tragender Bedeutung im Landkreis im Auge haben, aber ebenso die Themen Gesundheit, Soziales und Wirtschaft bearbeiten. Ihm zur Seite gestellt wird Martin Kriner, der sich zusätzlich um Wirtschaftsfragen kümmern soll. Die Gesellschafterversammlung hat zudem beschlossen, neue Beiräte für den Bereich Energie sowie für Umwelt und Landwirtschaft einzurichten. Matthias Kratz, der inzwischen sein Büro in der Burgstraße 15 im 1. Stock bezogen hat und damit an seine ursprüngliche Arbeitsstelle zurückgekehrt ist (lange Jahre war hier ja auch das Kreisbildungswerk zuhause), freut sich auf die neue Herausforderung. „Als sich die Möglichkeit ergeben hat, habe ich die Chance ergriffen, zumal meine Verbindung zum Landkreis nie abgerissen war.” Sein kurzes Intermezzo im Management Centrum Schloss Lautrach im Allgäu hatte sich nicht ganz nach Wunsch ent-wickelt, und so führte den 53-Jährigen der Weg zurück ins Werdenfelser Land. Viele Aufgaben warten hier auf ihn, gilt es doch für den neuen KEG-Geschäftsführer, Kräfte zu bündeln und das Miteinander zu ent- wickeln. Matthias Kratz gilt als hervorragender „Netzwerker”, als einer, der Brücken bauen kann und Visionen voranbringt. „Der Problemdruck ist hoch, und natürlich auch die Erwartungen, die man an mich und das KEG-Team hat. Ich werde in nächster Zeit bei den Bürgermeistern präsent sein, um zu erfahren, wo es am meisten drückt. Es geht darum, Kräfte zu bündeln, ein Miteinander mit positiven Ideen zu erarbeiten. Jede Talschaft soll sich mit ihren Stärken und Besonderheiten einbringen, damit die Region weiterentwickelt wird,” so formuliert er seinen Ansatz. Offene „Baustellen” gibt es genug. Einiges hat die Kreisentwicklungsgesellschaft mbH in den zurückliegenden Monaten schon anschieben können, so haben die Touristiker im Landkreis ein neues Positionspapier erarbeitet, wurden Vorbereitungen für die Regionalmesse „WIR” getroffen und auch die „Zukunftsmesse” zur Berufsfindung im November steht gut in den Startlöchern. Das alles sind Grundlagen, auf die sich Matthias Kratz stützen kann. „Ich hoffe dennoch, dass man mir und dem Team jetzt den Raum und die Zeit gibt, mit den Dingen vertraut zu werden, damit wir uns in die Materie und in die Probleme einarbeiten können”.

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