Mit drei Punkten zurück – Am Freitag oberbayerisches Derby: SC Riessersee gegen Rosenheim

Der SCR mit Kapitän Tim Regan (vorne) zeigte gegen Hannover eine tolle Leistung. Foto: Sehr

Der SC Riessersee zeigte sich am vergangenen Wochenende stark verbessert zu den beiden Spielen zuvor, als gegen Dresden und Bietigheim-Bissingen keine Punkte eingefahren werden konnten. Mit dem 3:2-Erfolg nach Penaltyschießen gegen die Hannover Indians und einer 4:5-Niederlage nach Verlängerung beim ESV Kaufbeuren zeigten die Werdenfelser zwei gute Leistungen.

In einem wahren Krimi besiegten die Garmisch-Partenkirchner im heimischen Stadion die Hannover Indians mit 3:2 nach Penaltyschießen. Die Weiß-Blauen waren bis auf die ersten zehn Minuten die spielbestimmende Mannschaft. Dibelka und Co. rackerten, kämpften und zeigten über die gesamte Spielzeit Herz und Leidenschaft, Dinge, die noch vor dem Spiel gefordert wurden. Bereits nach 30 Sekunden hatte David Appel, nach einem perfekt getimten Pass von Top­skorer Lubor Dibelka, das 1:0 auf der Schaufel, doch er brachte den Puck nicht im Tor unter. Nach knapp zehn Minuten machte es der Indianer Just besser und versenkte den Puck im Netz von Harti Wild zum 0:1. Der Gegentreffer spornte die Weiß-Blauen noch mehr an, es gab weitere Großchancen und die Schlagzahl wurde merklich erhöht. Brock Sheahan, Dibelka, Appel und Christian Völk hatten in zwei aufeinander folgenden Überzahlsituationen die Möglichkeit das Ergebnis wieder auszugleichen. In der 25. Minute fiel dann der Ausgleich: Kapitän Tim Regan rannte auf das Tor von Edgars Lusins zu und versenkte die Scheibe eiskalt zum 1:1. Nur drei Minuten später hatte Florian Vollmer das 2:1 auf dem Schläger, er wurde mustergültig von Appel auf die Reise geschickt, doch der SCR-Mittelstürmer scheiterte am starken Hannoveraner Schlussmann. Der SC Riessersee kontrollierte das Geschehen, nur weitere Tore wollten nicht fallen. Vier Minute vor dem Ende war es Dirk Jelitto der die Niedersachsen mit 2:1 in Führung brachte. Damit hatte er den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Doch wer gedacht hatte, der SCR würde sich mit der Niederlage abfinden, sah sich getäuscht: Einen Schuss von Sepp Staltmayr fälschte Appel zum 2:2. ab. Damit ging es in die Verlängerung: Hier hatten zunächst die Gäste die Chance in Überzahl, als sich Appel ein dummes Foul in der neutralen Zone geleistet hatte. Doch die SCR-Abwehr stand sicher. Gerade als der Tscheche wieder zurück gekommen war, musste Marius Garten auf die Strafbank. Die Riesserseer zeigten ein starkes Überzahlspiel, nur der Siegtreffer wollte nicht gelingen. So ging es ins Penaltyschießen. Zunächst scheiterte Florian Vollmer an Lusins, ehe der Ex-Riesserseer Markus Gleich ebenfalls den Puck nicht an Wild vorbeibrachte. Staltmayr traf auf der anderen Seite zum 1:0. Dann schoss Danny Pyka am SCR-Tor vorbei und Dibelka machte mit dem 2:0 alles klar. Damit waren im Penaltyschießen genau die Schützen angetreten, die auch zuletzt in Schwenningen erfolgreich waren. Dabei mausern sich die Werdenfelser immer mehr zu Penaltykönigen. „Es war nicht schwer, die drei Schützen zu benennen“, sagte Trainer Zdenek Travnicek, der sich über den Sieg sehr freute: „Es war ein verdienter Sieg. Meine Mannschaft war aktiver, hatte mehr vom Spiel und auch die größeren Chancen.“ Sein Kollege Christian Künast meinte: „Das erste Drittel war von meiner Mannschaft in Ordnung, das zweite war dann ganz schwach, da war der SC Riessersee klar besser und der Schlussabschnitt war ausgeglichen.“ Damit ist es den Weiß-Blauen gelungen, alle zwölf Ligakonkurrenten mindestens einmal in dieser Saison zu schlagen – eine Ausbeute, die dem Aufsteiger die wenigsten zugetraut hätten. Zwei Tage später mussten die Weiß-Blauen in Kaufbeuren auf Stürmer Greg Collins verzichten, der schon im Mittelabschnitt gegen Hannover verletzungsbedingt pausieren musste. Für ihn spielte zunächst Martin Pfohmann im ersten Blick als Center. Darüber hinaus musste Christian Völk wegen Grippe passen, so waren nur noch fünf Verteidiger übrig. Als Alexander Deilert im Mittelabschnitt eine zehnminütige Strafe kassierte, waren es zwischenzeitlich nur noch vier. Im Derby wurde der SCR eiskalt erwischt: Nach dem Pass des Ex-Riesserseers Bernhard Ebner schirmte Marco Habermann vor dem Tor den Puck ab und schoss mit der Rückhand ins Tor. Doch nur eine Minute später zog Andreas Feuerecker von der blauen Linie ab – 1:1. Noch vor Drittelende zogen die Gastgeber nach Treffern von Levi Nelson und Christian Grosch auf 3:1 davon. Im Mittelabschnitt konnte Justin Zilla, der nun mit Tim Regan und Michael Rimbeck die zweite Formation bildete, da Florian Vollmer in den ersten Block wechselte den Anschlusstreffer erzielten. Auch als Nelson eine Viertelstunde vor Ende das 4:2 schoss, kamen die Werdenfelser noch einmal zurück: Alexander Deilert und Tim Regan schafften das 4:4, ehe Nelson nach 15 Sekunden in der Verlängerung den Siegtreffer für die Jokers schoss. „Nach einem 1:3 und 2:4 Rückstand ein Unentschieden zu holen, zeigt, dass die Mannschaft die Willensstärke und Einstellung hat, etwas zu erreichen. Hinzu kommt, dass wir gleich vier Ausfälle hatten, die normalerweise Stammspieler sind. Ich bin mit der Punktausbeute durchaus zufrieden,“ so Geschäftsführer Ralph Bader. Auffallend war auch, dass der SCR durchaus punkten kann, wenn Lubor Dibelka nicht in der Torschützenliste steht. „Der Punktgewinn war eine Mannschaftsleistung“, betont Travnicek, der sich zu Recht bei der Pressekonferenz nach dem Spiel ärgerte, als der Pressesprecher die Gäste als „SC Dibelka“ bezeichnete und dies auf Nachfrage des Trainers auch nicht korrigieren wollte und ihm gleichzeitig das Wort entzog. „Insgesamt haben sich viele gute und schlechte Phasen abgewechselt, aber insgesamt müssen wir mit einem Punkt zufrieden sein.“ Sein Kollege Ken Latta meinte: „Wie immer haben wir uns gegen den SC Riessersee schwer getan. Mit Ach und Krach haben wir dann gewonnen.“ Von den vier Begegnungen der laufenden Saison ging der SCR dreimal als Sieger hervor. Am Freitag kommt es zum oberbayerischen Derby gegen die Starbulls Rosenheim, hier zahlen Erwachsene auf allen Plätzen nur 10 Euro, Schüler- und Studententickets kosten nur 5 Euro.

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