AlpenTestival: Sonnenaufgangstour Eckbauer

Wenn der Wecker um 3.45 Uhr klingelt....

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Die Sonne haben wir nicht gesehen, aber die Tour war ein schönes Erlebnis.

GAP - Es ist Freitagabend, 22 Uhr, und so langsam machte ich mir Sorgen. Wann schlafe ich endlich ein? Um halb 5 geht es auf den Eckbauer - und ich wollte nicht unbedingt als Letzte oben ankommen. Irgendwie gelang es mir dann doch einzuschlafen. Plötzlich hörte ich ein schlimmes und lautes Geräusch. Es war der Wecker. Es war 3.45 Uhr und ich musste aufstehen.

Wieso mache ich das eigentlich? Diese Frage habe ich mir mindestens drei Mal auf dem Weg in die Küche gestellt. In dieser Nacht hatte ich in der Redaktion übernachtet, da es draußen echt nass war.

Naja, hilft jetzt nichts - anziehen und ab zum Treffpunkt ins Skistadion. "Morgen", sagten die bereits wartenden Teilnehmer. 12 an der Zahl. Die beiden Bergführerinnen Maria und Veronika zeigten uns den Weg nach oben. Spike, Veronikas vier Monate alter Schäferhund, war auch dabei. Er war am fittesten von uns allen.

"Lauft langsam und spart euch eure Kraft für das letzte Stück auf. Das ist recht steil", erklärte Maria. Erst mal die Hirnlampe an und dann ging es schon los. Der Anstieg war gut zu meistern, auch für mich. Ab und zu wurde es recht steil. Aber, da es dunkel war, habe ich nicht wirklich viel vom Weg gesehen und wie steil dieser wirklich war. Das machte mir das Hochgehen einfacher - bilde ich mir zumindest ein. Nach knapp eineinhalb Stunden waren wir oben angekommen. Leider war es sehr bewölkt und die Sonne ließ sich nicht blicken. Dafür schmeckte der Kaffee um 6 Uhr morgens auf dem Eckbauer einfach herrlich. Ein schöner Ausblick auf die neblige Alpspitze belohnte uns. Nach einem guten Frühstück waren wir wieder fit unseren Weg nach unten zu starten.

Auf dem halben Weg nach unten rutschte ich plötzlich aus und lande mit dem Knie auf den Boden. "Aua!" Mein rechter Wanderstock brach. "Na toll", dachte ich mir. Mit blutigem Knie ging aber dann es weiter. Am Skistadion sind wir um 8 Uhr angekommen. "Da schau, alle anderen stehen jetzt erst auf und wir waren schon auf dem Berg", sagte Veronika. Stolz wie Oskar lief ich zum Zelt vom BRK.

"Ah mei, das ist nicht schlimm. Da ist nur die erste Hautschicht aufgerissen worden. Das desinfizieren wir jetzt, Pflaster drauf und dann geht das schon wieder", sagte die nette Sanitäterin, die meine Hand hielt, als meine "schlimme" Wunde desinfiziert wurde. Vielen Dank für die liebevolle Versorgung!

Mit Pflaster und Rucksack holte ich mir an der Wild Café Bar einen Cappuccino und setzt mich hin. So langsam blinzelte die Sonne durch die Wolken. Was für ein cooler Start in den Tag.

Auf welchen Berg steige ich wohl als nächstes? Egal welcher es sein wird, ich hoffe, dass der Wecker nicht wieder um 3.45 Uhr klingelt.

Sonnenaufgangstour um 4.30 Uhr

Von Alma Jazbec

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