Wartezeit soll verringert werden

Moderne Pendelbahn

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Die Eibsee-Seilbahn ist in die Jahre gekommen.

GAP – Nach über 50 Jahren Betriebszeit sind die Tage der Eibsee-Seilbahn gezählt. Bis Dezember 2017 soll die bestehende Seilbahn zur Zugspitze durch eine moderne Pendelbahn mit zwei Kabinen für je 120 Personen ersetzt werden. Nach Erteilung der Bau- und Betriebsgenehmigung durch das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen im Juli 2014 haben auch der Aufsichtsrat der Bayerischen Zugspitzbahn sowie der Verwaltungsrat der Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen in ihren jeweiligen Sitzungen grünes Licht für den Neubau der Eibsee-Seilbahn gegeben.

Gemeinsam mit dem Seilbahnhersteller Doppelmayr / Garaventa und der Arbeitsgemeinschaft BauCon-Hasenauer-AIS plant die Bayerische Zugspitzbahn mit dem Neubau auch die Errichtung der weltweit höchsten Pendelbahnstütze. Das Besondere: Statt wie bisher mit zwei Stützen soll die neue Seilbahn mit nur einer 127 Meter hohen Seilbahnstütze auskommen. „Unsere Eibsee-Seilbahn war bereits bisher einzigartig. Mit nur einer Seilbahnstütze von dieser Höhe und einem Höhenunterschied von knapp 2.000 Metern bleibt sie auch in Zukunft weltweit beispiellos. Ziel des Neubaus ist es, insbesondere die Wartezeiten in den Sommermonaten wesentlich zu reduzieren und die Bahnhöfe Garmisch, Grainau und Eibsee durch die erhöhte Gesamtbeförderungsleistung zu entlasten“, so Peter Huber, Tech- nischer Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn. Derzeit wird von einem Gesamtprojektvolumen inkl. notwendiger Infrastrukturmaßnahmen von insgesamt 50 Millionen Euro ausgegangen. Baubeginn soll bereits im Frühjahr 2015 sein. „Die derzeitige Kapitalmarktsituation ist ideal. Es gibt keinen günstigeren Zeitpunkt für die Realisierung dieses Projektes. Allerdings beabsichtigt die Bayerische Zugspitzbahn den Bau der neuen Eibsee-Seilbahn in drei Beauftragungsstufen zu realisieren, um das Projekt im Falle einer Kostenüberschreitung rechtzeitig stoppen zu können“, so Matthias Stauch, Kaufmännischer Vorstand. „Die Zugspitze ist eine typische Ganzjahresdestination. Mit dem Neubau der Eibsee-Seilbahn reagieren wir auf die veränderten Bedürfnisse unsere Gäste und ermöglichen ihnen eine deutliche Komfortsteigerung“, so Stauch weiter. Deutschlands höchster Berg steht Besuchern auch während der Bauphase zu jeder Zeit zur Verfügung. In den kommenden zwei Jahren wird zunächst parallel zum laufenden Betrieb der bestehenden Eibsee-Seilbahn gebaut, voraussichtlich erst im Mai 2017 wird die 1963 in Betrieb genommene Seilbahn ihre letzte Fahrt antreten. Innerhalb von nur sechs Monaten soll die neue Eibsee-Seilbahn dann fertiggestellt werden. In dieser finalen Bauphase setzt die Bayerische Zugspitzbahn eine zusätzlich angeschaffte Berglok und zwei Personenwagen ein, um die durch den Bau verringerte Gesamtförderleistung auszugleichen.

Von Kreisbote

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