Polizei Murnau klärt Einbruchserie auf – Zwei Täter gefasst

14 Einbrüche in sechs Gemeinden

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Eine Einbruchserie beschäftigte im vergangenen Sommer die Beamten der Polizeiinspektion Murnau. Jetzt konnten der Leiter der PI-Murnau, Erster Polizeihauptkommissar Joachim Loy, und Polizeioberkommissar Klaus Neuner das Ermittlungsergebnis präsentieren: Zwei Täter- und einen Schreibtisch voller Einbruchsbeute.

Murnau – Auf dem Schreibtisch von Polizeioberkommissar Klaus Neuner liegt die Beute: Ein paar Autokennzeichen, Fahrzeug-Embleme der Marken VW und BMW, ein Schneekehrer, ein Autoverbandskasten und KFZ-Schutzwesten. Dazu kommen 1700 Euro Bargeld, sagt Klaus Neuner: „Als Einbruchswerkzeuge wurde ein Akkubohrer und ein großer Schraubenzieher verwendet." Am vergangenen Donnerstag nahmen die Beamten der Polizeiinspektion Murnau zwei Täter fest, denen zwischen Juli und September diesen Jahres 14 Einbrüche in sechs Orten zur Last gelegt werden.  „Ziel der Beiden waren in der Regel Vereinsheime. Als Motive gaben sie chronische Geldnot an", so Polizeioberkommissar Neuner.

Die Einbruchserie begann am 28. Juli 2016 in Eschenlohe. Dort brachen die Täter ins Vereinsheim des EC-Eschenlohe ein. In der selben Nacht zogen sie nach Grafenaschau weiter, drangen in die Heime des Fußballvereines, der Feuerwehr und des Schützenvereines ein. Außerdem suchten sie die Büroräume des Recyclinghofes und einer privaten Firma heim. Zu guter Letzt brachen sie einen Zigarettenautomaten auf. Weitere Einbruchziele folgten mit der Zeit in Oberammergau; dort die Hexenstube sowie die Vereinsheime der Eisstockschützen und der Schützen und ein Schwaiganger kamen die Räume des Bogenschießvereines dran. In Bad Bayersoien war es eine Gaststätte. Der am weitest entfernte Tatort war ein Ausflugslokal für Motorradfahrer am Plansee in Österreich. „Wir nahmen rasch an, dass mindestens ein Täter gute Ortskenntnisse hatte", erklärte Neuner.

Der Leiter der Polizeiinspektion Murnau, Erster Polizeihauptkommissar Joachim Loy meinte: „Das Team aus drei Beamten konnte in akribischer Kleinarbeit das Puzzle zusammensetzen. Die beiden verhafteten Verdächtigen sind 18 und 19 Jahre alt, deutsche Staatsbürger und im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu Hause. Sie waren teils als Duo unterwegs, aber auch als Einzeltäter. Bei der Ermittlungsarbeit konnten wir auf Hinweise der Bevölkerung aufbauen.“

Die Tatzeit lag jedes Mal so um Mitternacht. Die Beute mag auf den ersten Blick gering erscheinen, der angerichtete Sachschaden dagegen ist beträchtlich. Neuner schätzt: „Die Einbrecher sind total laienhaft vorgegangen, dafür aber mit brachialer Gewalt. Der Einbruchschaden an Fenstern, Türen, an einer Schließanlage und einem Bewegungsmelder, an aufgebrochenen Schubläden liegt bei rund 20000 Euro. Bislang konnten wir den beiden 14 Einbrüche nachweisen, in sechs weiteren Fällen sind die Beweise und Aussagen noch nicht ganz ausgewertet.“

Von Günter Bitala

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