Eiskalte Tradition – Silvesterschwimmen im Achensee bei Schnee und Minustemperaturen

Vor dem Sprung ins klirrend kalte Wasser kam jeder Teilnehmer in den Genuss einer Dusche mit Eiswasser. Derart vorbereitet galt es, die 50 Meter Schwimmstrecke zu meistern. Bei vier Grad Celsius Wassertemperatur eine echte Herausforderung. Fotos (2): Achensee Tourismus

Beim elften Silvesterschwimmen in Pertisau am Achensee froren Zuseher und Teilnehmer um die Wette. Schneefall und Minustemperaturen konnten 44 wagemutige und frostresistente Schwimmer nicht vom Sprung in die eiskalten Fluten abhalten. Sehr zum Gaudium der rund 1000 am Ufer mitzitternden Fans.

Am Achensee klingt das abgelaufene Jahr traditionell frostig aus. Zum elften Mal lud der Tauchklub "Black Divers“ am Silvesternachmittag unerschrockene und vor allem Dingen kälteresistente Schwimmer zum Wettrennen in den eisigen Fluten des Sees. Bei tiefwinterlichen Außentemperaturen fröstelten die gut 1000 Zuseher mit den wagemutigen Schwimmerinnen und Schwimmern mit. Die legten wiederum echte Polarforscher-Qualitäten an den Tag. Denn vor dem Sprung ins klirrend kalte Wasser kam jeder Teilnehmer in den Genuss einer Dusche mit Eiswasser. Derart vorbereitet galt es, die 50 Meter Schwimmstrecke zu meistern. Bei vier Grad Celsius Wassertemperatur eine echte Herausforderung. Die insgesamt 44 Teilnehmer ließen sich aber weder von den frostigen Außen- noch von den klirrend kalten Wassertemperaturen abschrecken. Als Sieger der Sportwertung stieg abermals der Vorjahressieger Luis Knabl aus Pfaffenhofen vor seinem Bruder Michael Knabl aus dem Wasser. Er schaffte es in der Bestzeit von 28,53 Sekunden, die 25 Meter bis zum „Eisberg“ zurückzulegen, diesen zu erklimmen, die Silvesterglocke zu läuten und wieder zurück ans Ufer zu schwimmen. Mit tiefblau gefrorenen Lippen und klappernden Zähnen freute sich der Sieger über den Erfolg: „Es war zwar extrem kalt, aber es macht immer Spaß. Ich werde garantiert auch nächstes Jahr wieder mit dabei sein“. Die schnellste Dame war diesmal Mathea Holaus aus der Wildschönau mit einer Bestzeit von 50,03 Sekunden. Der jüngste Teilnehmer des diesjährigen Silvesterschwimmens war der zwölfjährige Oliver Wölbing aus Deutschland. Beim Silvesterschwimmen am Achensee wird der Spaßfaktor groß geschrieben und so zählt die Fun-Wertung alljährlich zu den Höhepunkten. Hier zählt nicht die schnellste Zeit sondern das originellste Kostüm. Heuer überzeugte Alexander Haas aus Maurach bei Buch als Frosch. Nie zuvor hat man einen Frosch schneller durchs Eiswasser schwimmen sehen. Die Zuseher waren begeistert und feuerten den verkleideten Eistaucher lautstark vom Ufer aus an. Auch Martin Tschoner, Geschäftsführer von Achensee Tourismus, zollte den mutigen und kreativen Teilnehmern Respekt für ihre Leistung: „Zu Silvester zeigt sich die Region Achensee immer von ihrer humorvollen Seite. Das Silvesterschwimmen ist daher jährlicher Fixtermin für tausende Zuschauer und zahlreiche unerschrockene Athleten, die den Jahreswechsel mit einem Event ‚der anderen Art‘ feiern wollen.“

Meistgelesene Artikel

Die Ski-Elite zu Gast

GAP – Der Schnee ist da, genau pünktlich, wenn die besten Skifahrerinnen und Skifahrer der Welt in den kommenden Tagen bis Ende Januar in …
Die Ski-Elite zu Gast

Park Opening am Hexenkessel

GAP - Die Parkshaper der Bayerischen Zugspitzbahn haben in den letzten Tagen ganze Arbeit geleistet. Am Samstag, den 21. Januar 2017, ist es nun …
Park Opening am Hexenkessel

17-Jährige von Polizeibeamten verletzt?

GAP - Gegen einen Beamten der Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen werden derzeit Vorwürfe wegen einer möglichen Körperverletzung im Amt erhoben. …
17-Jährige von Polizeibeamten verletzt?

Kommentare