Schlehdorferin hofft auf Ehrlichkeit nachdem Familienschmuck auf Flohmarkt neue Besitzer fand

Wertvolle Erbstücke verkauft - aus Versehen

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Familienschmuck (Symbolfoto) wurde auf dem „höllischen Flohmarkt“ in Murnau verkauft - aus Versehen.

Schlehdorf/Murnau – Insgesamt 15 Kisten wurden auf dem höllischen Flohmarkt in Murnau verkauft. Sie kosteten nur vier Euro pro Stück. Glücklich war der Verkäufer, dass alles so gut weggegangen ist - und dann kam der große Schock.

In ihnen waren Familienschmuck sowie wertvolle Erbstücke verstaut. Die Frau, der die Schmuckstücke gehörten, ist am Boden zerstört. „Hätte ich doch nur daran gedacht“, sagte sie immer wieder.

Vor vier Wochen fing es an. Bei der Familie stand einiges an, auch der wohl verdiente Urlaub. Um sicher zu gehen, dass Einbrecher die Sparbücher und die wertvollen Schmuckstücke nicht so leicht finden, verstaute sie diese in graue Plastikboxen. Im Keller fanden sie dann ihren Platz. Der Urlaub war rum und das Ehepaar mit zwei Kindern genoss noch ein wenig die freie Zeit. An den Schmuck im Keller dachte niemand mehr.

Am 4. September war der höllische Flohmarkt in Murnau. Der Ehemann machte sich auf den Weg, und mit im Gepäck waren die 15 Kisten, indem sich der Schmuck befand. Pro Kiste gab es vier Euro - alle kamen weg. „Das ist so bitter“, sagte sie. Es gehe nicht um das Geld, sondern um den emotionalen Wert. Viele Erinnerungen und wunderbare Menschen hängen an dem Schmuck. Eine Kette, die sie von ihrem Ehemann zur Hochzeit geschenkt bekam oder ein Armband, welches sie sich von ihrem ersten Geld auf einer Reise in Istanbul gekauft hatte - das ist alles weg. So auch eine Kette von der verstorbenen Mutter ihres Mannes, alles weg. Keiner hatte mehr nach dem Urlaub daran gedacht.

Einige Tage nach dem Flohmarkt kam das Malheure erst heraus: Die Schlehdorferin wollte etwas aus dem Schmuckkasterl nehmen - und es war nicht da. Sie stand da wie versteinert. „Wo ist der Schmuck? Es war ein Gefühl, wie wenn ein Atompilz in mir aufstieg. Mir ist ganz heiß geworden“, erzählte sie. „Ich könnte heulen. Das tut einfach weh.“

In einem Interview mit Antenne Bayern schilderte sie ihre Geschichte. Nun hoffen alle auf die Ehrlichkeit des Käufers, der aus der Region stammen solle. Sie bittet von ganzem Herzen, so ehrlich und großzügig zu sein, und den Familienschatz zurückzubringen. Wer Hinweise hat, darf sich beim Murnauer Fundamt melden, sowie beim Garmisch-Partenkirchener Tagblatt, Tel.: 08821/75717, und Antenne Bayern.

Von Alma Jazbec

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