So feiert Garmisch-Partenkirchen die Ski-WM

Einmarsch der Athleten bei der Eröffnungsfeier. Mit dabei natürlich die Lokalmatadoren Felix Neureuther und Maria Riesch, die sich im ersten Wettbewerb der WM, dem Super-G der Damen, die Bronzemedaille sicherte. Foto: Thomas Sehr

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ILKA TRAUTMANN – Der WM-Auftakt in Garmisch-Partenkirchen begeisterte die Zuschauer: Mehr als 300 Mitwirkende haben den rund 11.000 Zuschauern und Ehrengästen auf zwei Showbühnen eine sympathische Show geliefert. Das Münchner Rundfunkorchester sorgte für Klangfülle; Sequenzen aus dem „Rosenkavalier“ von Richard Strauss waren ebenso zu hören wie ein eigens komponierter Jodler. Zu den musikalischen Highlights zählten außerdem Auftritte der Adoro-Tenöre und von Christina Stürmer. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die bei strahlendem Sonnenschein in Garmisch-Partenkirchen gelandet war, zeigte sich gutgelaunt;  ebenso Ministerpräsident Horst Seehofer und die vielen weiteren hochrangigen Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur. Zum Einmarsch der Athleten wurden die Flaggen der Nationen auf den Aufsprunghügel der neuen Skischanze projiziert – kurz darauf verwandelte der sich in die Alpspitze, die ein Bergwanderer symbolisch bezwang. Perfekte Bilder, Emotionen und eine gelungene Mischung aus Tradition und Moderne – all das zeigte die Eröffnungsshow. 33 Jahre hat Garmisch-Partenkirchen darauf gewartet, dass diese großen Momente ins Olympia-Skistadion zurückkehrten. Nun kämpfen 500 Sportlerinnen und Sportler aus 69 Nationen erneut in der Marktgemeinde um Weltmeistertitel und Medaillen. Die ersten Wettbewerbe sind schon im Gange. Beim Super-G der Damen konnte sich Maria Riesch die Bronzemedaille sichern. Elisabeth Görgl holte sich hier den Weltmeister-Titel. Sie startete als Erste der nach World Cup Starting List der derzeit besten sieben Skirennläuferinnen in dieser Diziplin in die Entscheidung. Die Österreicherin schockte mit ihrer Zeit die Konkurrenz. Dann folgt Riesch. Die Garmisch-Partenkirchnerin kam bis auf 0,21 Sekunden an Görgl heran. Nur noch die Amerikanerin Julia Mancuso konnte Maria Riesch im Klassement überholten. Im zweiten Teil fuhr sie Bestzeit und kam bis auf 0,05 Sekunden an Görgl heran – die Silbermedaille war ihr so sicher. Titelverteidiger Lindsey Vonn vergab dagegen ihre Chancen auf eine Medaille, wollte sich jedoch nach einem enttäuschenden siebten Platz nicht ärgern: „Es war vielleicht nicht die richtige Entscheidung, heute zu starten. Ich muss schauen, dass ich für die Abfahrt wieder fit werde, vielleicht lasse ich die Super-Kombination aus", sagte sie und nahm Bezug zu ihrem Trainingssturz im österreichischen Hinterreit, wo sie sich eine Gehirnerschütterzung zugezogen hatte. Maria Riesch war mit ihrer Bronzemedaille zufrieden: „Ich bin sehr erleichtert. Ich bin im Super G zwar eine gute Saison gefahren, hab aber seit mehr als drei Jahren keinen Super G mehr gewonnen. Der Druck ist jetzt erst mal weg."

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