125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Grainau

Schöner Grund zum Feiern

+
Der Festwagen des Jubilars mit den „jüngsten Floriansjüngern”.

Grainau – Hunderte Feuerwehrleute bevölkerten am vergangenen Sonntag das Zugspitzdorf – aber nicht zum Brandlöschen, sondern diesmal zum Löschen des unvermeidlichen Durstes. Denn Petrus hat es gut gemeint mit den Grainauern, Temperaturen um die 30 Grad ließen die Floriansjünger ordentlich schwitzen. Morgens um 6 Uhr zogen bereits Trommlerzug und die Musikkapelle durchs Dorf und sorgten zu Böllerschüssen beim Weckruf für den traditionellen Auftakt.

125 Jahre Freiwillige Feuerwehr ist wahrlich ein Grund zum Feiern. Am „Gschwendt” beging die Wehr mit ihren Gästen vor traumhafter Kulisse unter den aufragenden Waxensteinen seinen Festgottesdienst. Pfarrer Franz Sand als Zelebrant ging bei den Predigtworten gerade auf die Ehrenamtlichkeit ein. „Wir freuen uns, dass im Laufe der 125 Jahre ein Engagement erwachsen ist, für das sich bisher Hunderte von Grainauer Männern zum Wohl der Menschen eingesetzt haben!” Schattenplätze waren am Festplatz natürlich begehrt und die verschiedenen Vereine gesellten sich dann gruppenweise unter Bäumen, um so der brütenden Hitze zu entgehen. In seinem Grußwort lobte Landrat Anton Speer die Qualität der Grainauer Wehr mit seinen 105 Aktiven. „Vergelt`s Gott für euren Einsatz”, betonte Speer. Er dankte auch der politischen Gemeinde für die Unterstützung der Wehr und Bereitstellung der notwendigen Geldmittel. So war es immer möglich, Anschaffungen zu tätigen. So wurde die Wehr zu dem wurde was sie heute ist: eine moderne, gut ausgestattete und ausgebildete Wehr! Ein bunter, sehenswerter Festzug durch Ober- und Untergrainau schloss sich an. Trommlerzüge, etliche Musikkapellen, ein prächtig hergerichteter Festwagen, die Ehrenkutsche mit verdienten Funktionären. Taferlbua Benedikt Köberling führte diegroße Abordnung der Grainauer Gastgeber an. Besonderer Blickfang war dabei die historische Löschgruppe. Zu sehen war die ross-bespannte Handdruckspritze von 1851, bis 1925 in Obergrainau im Einsatz, eine Leiter ebenfalls von der früheren Obergrainauer Wehr aus dem Jahre 1898, sowie ein Schlauchwagen. Stilgerecht trugen die Männer dazu alte Uniformen mit blitzenden Messinghelmen.

Mit dem Patenverein Garmisch, den Nachbarwehren aus Partenkirchen, Farchant, Oberau, gaben auch die Abordnungen von Oberammergau, Ettal-Graswang, sowie alle drei Wehren des Isartals den Grainauern die Ehre. Auch alle Ortsvereine, der Tiroler Nachbar Ehrwald und die befreundete Feuerwehr aus Pentling bei Regensburg waren selbstverständlich bei den Feierlichkeiten dabei. Zum Schluss, als die Neuneralm-Musi für Stimmung sorgte, sah man viele zufriedene Gesichter – gerade bei den Vorsitzenden Josef Keller und Hannes Huber, sowie der Kommandanten Josef Keller und Johannes Grasegger . Denn es waren sich alle einig: Es war ein schönes Fest, von dem die Floriansjünger noch lange reden werden.

Bereits am Vorabend gedachte der Jubilar mit einer Serenade seiner verstorbenen und gefallenen Mitglieder, ein Festabend mit zahlreichen Ehrungen schloss sich an. Andreas Huber senior, seit 1989 als 2. und 1. Kommandant und nunmehr noch im Ausschuss aktiv tätig, wurde aufgrund seiner großen Verdienste auch um das neue Gerätehaus zum Ehrenkommandanten ernannt. Anton Reindl, langjähriger Kassier befindet sich nunmehr auch in der Riege der Ehrenmitglieder. Höhepunkt waren dann noch die Bergfeuer, die mit einem prächtigen 125er in der Sandreiße allgemeine Bewunderung fanden.

Großes Jubiläum

Weitere Ehrungen: 50 Jahre Mitglied: Andreas Buchwieser (Wastl), Martin Ostler (Puit) und Josef Reiser (Bodera). 60 Jahre: Josef Märkl (Hassa). Ehrenplakette in Bronze: Franz Maurer junior (Lanker), Andreas Huber junior. Ehrenplakette in Silber: Josef Stifter, Martin Köberling, Josef Keller. Ehrenplakette in Gold: Johann Reiser (Kruscht), Nikolaus Grasegger (Niklos), Thomas Radu.

Von Klaus Munz

Meistgelesene Artikel

"Einwanderer ja, aber wir suchen aus"

GAP – „Auf Werte, die uns wichtig und unumgänglich sind, Werte wie Menschlichkeit, Toleranz und Nächstenliebe, wollen wir aufmerksam machen“, erklärt …
"Einwanderer ja, aber wir suchen aus"

ZDF Fernsehgarten im Alpenrausch

GAP – Donnerstagmorgen, es ist viertel vor zehn und eine lange Schlange bildete sich vor dem erbauten „Wintermärchen“ des ZDF Fernsehgartens on Tour …
ZDF Fernsehgarten im Alpenrausch

62-jähriger Ammertaler auf Wirtschaftsweg angefahren

Unterammergau - Er ging gestern gegen halb sechs mit seiner Frau auf dem Wirtschaftsweg spazieren und plötzlich fährt ihn von hinten ein Wagen an. …
62-jähriger Ammertaler auf Wirtschaftsweg angefahren

Kommentare