Feuerwehr Mittenwald ist gerüstet

Was lange währt, wird gut, sagt ein altes Sprichwort, und das passt auf die lang ersehnte und gerade in Dienst gestellte Drehleiter DLAK 23/12 für die Freiwillige Feuerwehr in Mittenwald. Fast zwei Jahre sind vergangen, vom Antrag bei der Gemeinde im Jahr 2007, der Bewilligung dieser 670.000 Euro teuren Anschaffung im Jahr 2008, bis jetzt, zur Einweihung dieses Rettungsgerätes. Zum Festakt der Einweihung waren die Tiroler Nachbarwehren, Abordnungen aus Garmisch, Partenkirchen, Krün und Wallgau gekommen, sowie Ehrenmitglieder, Gemeinderäte und die Mittenwalder Geistlichkeit.

Kommandant Hubert Klotz begrüßte die große Versammlung mit dem Bekenntnis,für ihn sei es ein ganz besonderer Tag, auf den er und alle Kameraden schon lange gewartet hätten. Ein guter Tag, denn mit der neuen Drehleiter habe die FFW Mittenwald ein lebensrettendes Gerät zur Verfügung. Auch das neue Mehrzweckfahrzeug, ein Mercedes Sprinter Allrad (45.000 Euro), was blitzend neben der Drehleiter stand, sei ein wichtiger Einsatzwagen für die Arbeit der Feuerwehr. Der Erwerb der beiden Fahrzeuge sei absolut kein „Höhenrausch“, wie man so im Ort munkelte. Man dürfe nicht vergessen, dass die Feuerwehr Haus und Hof schützt und eine Drehleiter von 30 Metern Länge und einem Rettungskorb mit Krankentragehalterung bei Großbränden mit das wichtigste sei. Dann bedankte sich Kommandant Klotz bei den Behörden und öffentlichen Ämtern und der Gemeinde Mittenwald für die finanzielle Unterstützung. 135 Jahre bestünde die FFW Mittenwald schon, sagte Bürgermeister Adolf Hornsteiner in seinem Grußwort. Eine lange Zeit, von der man viel erzählen könne. Er selbst sei vom aktiven zum passiven Mitglied geworden, aber er fühle sich noch immer wie „mittendrin“. Das heutige Anforderungsprofil habe sich total geändert und die politische Verantwortung fordere die bestmöglichen Hilfeleistungen. Für die FFW Mittenwald sei die Anschaffung der Drehleiter ein Meilenstein. „Eine Investition für den Ort, seine Bürger und Touristen, für die Allgemeinheit, die sich hundertprozentig bezahlt macht“, so der Bürgermeister. Landrat Harald Kühn gratulierte ebenfalls zum Erwerb der Rettungsgeräte. Die FFW Mittenwald sei ein herausragender Stützpunkt der Region und die sachgemäße Ausrüstung gehöre dazu. Er dankte allen ehrenamtlichen Kameraden für ihren stets bereiten Einsatz. Es sei auch selbstverständlich, dass der Landkreis seinen Obolus zum Kauf der Drehleiter leistete. Kühn scherzte: „Wir sagen deshalb gern, die Feuerwehr sei uns lieb und teuer.“ Zum Schluss des Festaktes segneten Dekan Thomas Gröner und Pfarrer Olaf Kringel beide Fahrzeuge. Und die erste „Reise in 30 Meter Höhe im Rettungskorb, wagten die beiden Geistlichen sehr souverän. Mit der Überreichung der Fahrzeugschlüssel an den 1. Kommandanten Hubert Klotz und den 2. Kommandanten Anton Klotz, waren dann die beiden Rettungswagen startbereit.

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