Feuerwehr übt schwierige Eisrettung

Wer sich auf zugefrorene Weiher und Seen wagt, geht ein hohes Risiko ein. Die Gefahr, sich bei einem Sturz zu verletzen oder gar ins Eis einzubrechen sollte niemand unterschätzen. Um für derartige Notfälle gewappnet zu sein, trainierten die Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr Murnau vor wenigen Tagen die Möglichkeiten zur Eisrettung.

Übungsleiter Michael Winkle: „Bricht jemand in das Eis ein, läuft uns die Zeit davon. Es bleiben nur wenige Minuten, den Verunglückten lebend herauszuholen.“ Zum eigenen Schutz sind die Helfer von Land aus mit Seilen gesichert und tragen spezielle Überlebensanzüge, die auch auf Ölplattformen im Nordatlantik benutzt werden. Der Eingebrochene wird mit einer schwimmfähigen Spezialtrage aus dem Wasser geholt, dem sogenannten Spineboard. Michael Winkle: „Wir haben jetzt geübt, wie man sich auf dem rutschigen Eis sicher fortbewegt, und wie man sich dem Opfer nähert.“ Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte – egal ob BRK-Wasserwacht oder Feuerwehr – vergehen oft wertvolle Minuten. Der Eisrettungsspezialist der Feuerwehr Murnau, Klaus Strohm, weiß Tipps für Passanten, die ein Eisunglück beobachten: „Im Vordergrund steht, sich nicht selbst zu gefährden. Die Helfer schieben oder werfen dem Eingebrochenen Bretter, Holzbänke oder Äste zu. Brauchbar ist alles was schwimmt. Am besten eignen sich die Eisrettungsleitern, die an den Ufern ausliegen.“ Falls das nichts nützt, müsse jemand zum Verunglückten robben. „Dabei aber niemals aufrecht gehen und sich immer anseilen, notfalls mit einer Hundeleine oder einem Abschleppseil.“ Gerät das Opfer unters Eis, auf keinen Fall nachtauchen. Ist der Verunglückte ans Ufer geholt, darf er sich nicht selbstständig bewegen, auch nicht hinsetzen; Klaus Strohm: „Die Helfer sollen das Opfer lediglich flach auf den Boden legen und ihm auf keinen Fall etwas zu trinken geben.“

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