Stark im Beruf – Frauen mit Zuwanderungsgeschichte werden bei der "Frau und Beruf GmbH" unterstützt

Das eigene Potential ausschöpfen

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Beate Königer (Kinderbüro Garmisch-Partenkirchen), Projektleiterin Sabine Kopp (Frau und Beruf) und Rosa Hochschwarzer, Geschäftsführerin der Frau und Beruf GmbH.

Landkreis – Seit einem Jahr bereits läuft auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen recht erfolgreich das Projekt „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ . Das Bundesprogramm wird in unserer Region von der Frau & Beruf GmbH umgesetzt, in enger Zusammenarbeit mit dem Kinderbüro Garmisch-Partenkirchen und in Kooperation mit weiteren Partnern, wie etwa dem Jobcenter, der Volkshochschule oder der Caritas.

Die Zuschüsse kommen aus dem Fördertopf des europäischen Sozialfonds, wobei die Umsetzung vor Ort ein gutes Management voraussetzt. Nicht nur, was die Anforderung der Mittel betrifft, sondern auch die Gewinnung geeigneter Teilnehmerinnen. Projektleiterin Sabine Kopp und Rosa Hochschwarzer, Geschäftsführerin der Frau und Beruf GmbH, haben das Programm inzwischen gut etablieren können. Viel konnte bereits für Mütter mit Migrationshintergrund getan werden: 30 Coaching Teilnehmerinnen konnten gefördert werden – die Hälfte von ihnen hat erfolgreich in einen Beruf zurückgefunden. Darüber hinaus wurden 60 Beratungssuchenden Sprachkurse oder ähnliches vermittelt, was wiederum die Zugangsvoraussetzung zur Teilnahme an diesem Förderprogramm erhöht. Sabine Kopp sieht hier eine weitere, ganz maßgebliche Aufgabe: „Wir können diesen Frauen vermitteln, ihr seid wichtig für den Arbeitsmarkt. Traut euch, versucht es. Durch unsere Beratung erfahren sie, welche Möglichkeiten es noch gibt.“

Die Teilnehmerinnen aus unterschiedlichsten Nationen, die in kleinen Gruppen gecoacht werden, pflegen auch unter einander einen regen Erfahrungsaustausch und finden es hilfreich, dass sie in ihrer Situation längst kein Einzelfall sind. „Für uns ist es schön zu sehen, wie die Frauen an Selbstvertrauen gewinnen“, unterstreicht Kopp. Als Beispiel führt sie eine Frau aus Marokko mit einem schulpflichtigen Kind an, die inzwischen eine Arbeit in der ambulanten Pflege gefunden hat. Oder die Kroatin, Mitte 40, die in ihrer Heimat im Bankwesen gearbeitet hat und sich hier mit Reinigungsjobs durchgeschlagen hat. Jetzt, nach Absolvierung eines Deutsch-B2-Kurses, hat sie ganz andere Perspektiven am Arbeitsmarkt. Viele solcher Beispiele mehr von Müttern mit Zuwanderungsgeschichte machen den anderen Teilnehmerinnen Mut und motivieren nicht zuletzt die Verantwortlichen vor Ort, die das Projekt umsetzen. „Durch unsere etablierten Strukturen können wir bis hin zur Vermittlung von Tagesmüttern weitreichende Unterstützung bieten“, stellt Beate Königer vom Kinderbüro fest.

Von Ilka Trautmann

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