Facebook: Freizeitclub Garmisch-Partenkirchen hat Zukunftspläne

Eine ganz besondere Gruppe

+
Ein nettes Treffen mit einigen Teilnehmern sowie dem Gründer Markus Schmitz (4. v.li.) und Meral Diaz (2. v.li.) des Freizeitclubs Garmisch-Partenkirchen im Bräustüberl.

GAP – Um die 1000 Mitglieder zählt der Freizeitclub Garmisch-Partenkirchen. Es wird aber nicht nur im Netz geschrieben und kommentiert, sondern wie Gründer Markus Schmitz erklärt, „es ist eine Gruppe, bei der nach Facebook auch noch etwas passiert.“

Auf die Idee, so eine Gruppe zu gründen, kam der ehemalige Restaurantbesitzer, als er sehr früh morgens zur Arbeit fuhr. „Es gibt viele Menschen hier in Garmisch-Partenkirchen, die alleine sind und niemanden haben. Das muss ja nicht sein. Das Ziel des Clubs ist es, Menschen zusammenzufügen, gemeinsam Unternehmungen zu machen und eine gute Zeit zu verbringen“. Vor einem Jahr wurde die Gruppe gegründet und mittlerweile besteht sie aus fünf Bausteinen, diese sind der Freizeitclub, die Mutter/Kind-Gruppe, Singles, die Hilfe-Gruppe und der Flohmarkt. Schnell merkte Schmitz, dass er das nicht alleine bewältigen kann und nun hat jede Gruppe seinen eigenen Administrator, der sich um Belange der Mitglieder kümmert. „Jeden morgen gratulieren wir unseren Mitgliedern zum Namenstag oder Geburtstag. Dabei lassen wir uns nette Texte einfallen, die sehr gut bei den Mitgliedern ankommen und sie sich sehr darüber freuen“, erklärt Meral Diaz (Pseudonym in der Gruppe). Die Mutter/Kind-Gruppe wurde sehr gut angenommen. „Es hatte sich sehr schnell rumgesprochen und wir hatten viele Anfragen. Dort können Frauen unter sich mit ihren Kindern sein. Es soll Freude machen, das ist wichtig“, so Schmitz.

Gegenseitig helfen - aber kostenlos

Die „Hilfe-Gruppe“ ist ein besonderer Baustein. „Es gibt hier viele Leute, die nicht viel Geld haben. Das mag verschiedene Gründe haben. Ein Beispiel: Vor einiger Zeit postete eine Mutter mit fünf Kindern, dass ihre Spülmaschine kaputt ging und sie nicht das Geld für eine Reparatur oder gar eine neue Maschine hat. Wir brachten den Stein ein wenig ins Rollen und es dauerte nicht mal einen halben Tag, da bekam die Dame eine neue Spülmaschine geschenkt. Sie war so glücklich. Sie postete ein Foto mit ihren Kindern und bedankte sich von ganzem Herzen für die Hilfe. Und das ist nur eine Geschichte. Wenn wir mir dem Club auch so Menschen helfen können, ist das eine tolle Sache“, sagt Schmitz. Er appelliert an alle Mitglieder zu helfen, wenn Not am Mann ist. Auch er hilft gerne selbst, wenn er kann.

Menschen zusammenführen 

Damit sich keine „Fakes“ unter die Gruppe mischen, prüfen die Admins ganz genau, wer in den Freizeitclub darf und wer nicht. „Es ist wirklich jeder willkommen bei uns. Wir achten nicht auf Alter, Religion oder Hautfarbe. Es gibt aber immer wieder Fälle von sogenannten Kredithaien, die sich gerne in unserer Gruppe wären, um Werbung zu machen. Diese erwische ich ganz schnell“, lacht Schmitz. Das Ziel des Clubs ist es, Menschen glücklich zu machen. Viele ältere Menschen beteiligen sich sehr gerne. „Einige Mitglieder sind über 75 Jahre alt“, so Meral Diaz. Vor kurzem haben sich zwei Damen kennengelernt, die Hunde haben. Nun gehen sie immer zusammen Gassi und posten nette Bilder. „Es macht uns schon froh zu sehen, dass so neue Freundschaften entstehen“, erläutert Schmitz. Auch Stammtische gibt es mittlerweile, die sehr gut besucht werden. Sommerfeste, interne Feiern und vieles mehr organisieren die Gruppen und kommen so in Kontakt - raus aus der virtuellen Welt.

Clubkarte für Mitglieder 

Markus Schmitz hat für die Zukunft schon einige tolle Ideen. Demnächst wird es eine Clubkarte geben. Diese Clubkarte hat sehr viele Vorteile, wie Schmitz erklärt. „Denn wir haben in den letzten Monaten nicht geschlafen und haben feste Partner (siehe grauer Kasten) für unseren Club und unser Projekt angeworben. Bei diesen Partnern bekommen unsere Mitglieder Rabatte als kleines Dankeschön für ihre Treue und Mitarbeit am Projekt, ebenso für ihre aktive Teilnahme an den Events und Stammtischen. Die Clubkarte wird auch nur für diese Mitglieder ausgegeben.“ Laut Schmitz ist er mit anderen Unternehmen noch in Verhandlung und hofft, dass diese auch mitmachen werden. Der Freizeitclub auf Facebook ist momentan noch ein virtuelles Zuhause für einige Mitglieder. Das möchten Meral Diaz und Markus Schmitz aber ändern. „Ende 2017 oder Anfang 2018 möchte ich ein Clubhaus eröffnen. In den Räumlichkeiten soll es eine Küche geben, wo wir gemeinsam kochen und backen können, wie zum Beispiel die Weihnachtsplatzerl oder den Kuchen für Nachmittags oder Sonntags zum Kaffeeklatsch. Dort soll es dann natürlich auch kleine Leckereien geben wie Süßigkeiten und Getränke sowie Kaffee; Cappuccino usw., aber dann zu einem sehr humanen Preis. „Wir feiern unsere Festlichkeiten dort, wie Geburtstage der Kinder oder der Erwachsenen, Grill Partys oder Weihnachtsfeiern, damit wir Geld sparen können und den Mitgliedern was geben, die eben nicht soviel Geld zur Verfügung haben“, sagt Schmitz.

Aber, um diese Planung auch in die Tat umzusetzen, sollten alle mit anpacken und da sein, wenn Hilfe erforderlich ist, weiß er. Weitere Infos über den Club gibt es auf www.freizeitclub-gap.de.

Partner des Freizeitclubs Garmisch-Partenkirchen

1. Oliver Rambold & Kerstin Rambold Elly Seidl Pralinen München

2. Steffen Koch Koch‘s Restaurant

3. Steffen Koch John‘s Club

4. Dimitrij Techmer Steakhouse Diner

5. Hubert Kuger Kuger‘s Cafe

6. Heidi Simon Almgaststätte Esterberg

7. Christoph Walter DJ-GAP

8. Dorfladen Farchant

9. Tischler Reisen Lufthansa City Center

Von Alma Jazbec

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Offenes Mikrofon für Bürger

GAP – Wieder ist eine AfD-Veranstaltung in Garmisch-Partenkirchen angekündigt. Am Freitag, 2. Dezember, um 19 Uhr (Einlass 18 Uhr), kommt Beatrix von …
Offenes Mikrofon für Bürger

Was für ein Einstand

GAP – Laura Dahlmeier hat beim Weltcup-Auftakt in Östersund der Konkurrenz keine Chance gelassen und ist auf Platz eins gestürmt. Bei komplizierten …
Was für ein Einstand

ZDF Fernsehgarten im Alpenrausch

GAP – Donnerstagmorgen, es ist viertel vor zehn und eine lange Schlange bildete sich vor dem erbauten „Wintermärchen“ des ZDF Fernsehgartens on Tour …
ZDF Fernsehgarten im Alpenrausch

Kommentare