Ganz Garmisch-Partenkirchen hat zur WM geöffnet

Konzertierte Aktion: Bürgermeister Thomas Schmid mit Helfern der Gemeinde, der Werbegemeinschaften und des OK der Ski-WM. Foto: Walter Glas

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WALTER GLAS, Garmisch-Partenkirchen – „Gut Ding will Weile haben“, meinte Bürgermeister Thomas Schmid am Anfang des Treffens, bei dem Einzelheiten zur am Vortag genehmigten Ausnahmeregelung für die verkaufsoffenen Sonntage während der Ski-WM besprochen wurden. Schmid: „Es ist ziemlich genauso gekommen, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Er sprach von einem Papierwust, den es zu bewältigen galt, lobte alle, die an einer positiven Lösung beteiligt waren und fasste zusammen: „Wir haben uns viel Arbeit gemacht.“ Sein Dank galt auch den beiden großen Kirchen, deren Vertreter als „Träger öffentlicher Belange“ gefragt wurden und die sich kooperativ zeigten. Der Bürgermeister gut gelaunt: „Ganz Garmisch-Partenkirchen hat geöffnet. Wenn alle mitmachen, sind das 250 Betriebe.“ Michaela Nelhiebel, Sprecherin der Werbegemeinschaft Garmischer Zentrum, hatte bis zum Treffen keine Absage. Auch von ihrer Kollegin Angelika Brunner aus Partenkirchen war nichts Nachteiliges zu hören. Zu einem am gleichen Tag erschienenen Zeitungsbericht meinte sie: „Ich bin völlig durch den Wind.“ Es sei ein Hammer gewesen, wie sie als Vorsitzende von „Partenkirchen erleben“ zitiert wurde. Gerd Rubenbauer vom OK, der ebenfalls an dem Treffen teilnahm, berichtete von den 40.000 Euro, die man in Werbematerial für Partenkirchen investiert habe. Er erinnerte an die langen Gespräche mit beiden Werbegemeinschaften und die mit viel Engagement gestalteten Schaufenster und meinte: „Wenn man dann so was liest, tut das schon weh.“ In diesem Zusammenhang bedauerte er, dass seine Bemühungen, wenigstens eine Siegerehrung nach Partenkirchen zu bekommen, leider an den Vorgaben der TV–Anstalten gescheitert seien. Dass die Läden an den WM-Sonntagen geöffnet haben müssen, war für ihn selbstverständlich. Skijournalisten, so meinte er, reisen in der Regel schon am Sonntag an. Wenn sie dann einen toten Ort vorfinden, ist die Überschrift „Noch schläft der Ort“ vorprogrammiert. „Unser Wunsch ist es“, so der populäre Sportreporter, „dass alle 100 Meter etwas passiert. Dabei wünschen wir uns, angesichts der Gäste aus aller Welt, soviel Regionalität wie möglich.“ Citymanagerin Jutta Liebmann, die von einem positiven Rücklauf der befragten Geschäfte berichtete, streifte dann auch die Schwierigkeiten, die sich durch die Forderung des Ministeriums ergaben. Die beteiligten Firmen müssen landestypische Marken und Produkte anbieten. Doch auch diese Hürde, so die Citymanagerin und der Bürgermeister, wurde genommen. Der Bescheid, erlassen vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, erlaubt am 6., 13. und 20. Februar 2011, die Läden von 13.00 bis 18.00 Uhr geöffnet zu halten. Zum Kernbereich, für den die Genehmigung unter der Einhaltung arbeitsrechtlicher Auflagen gilt, gehören der Marienplatz, Mohrenplatz, Am Kurpark, Richard-Strauss-Platz, Chamonixstraße, Bahnhofstraße, der Rathausplatz, Ludwigstraße, Bankgasse Nr. 9, Olympiastraße Nr. 2, 2 a und 25a, Klammstraße Nr. 1 bis Nr. 14 a, sowie die Von-Brug-Straße Nr. 1 bis 14. Die beteiligten Geschäfte werden durch Aufkleber und Plakate kenntlich gemacht.

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