Gelder für bessere Besucherlenkung – Das Murnauer Moosprojekt wird weitere drei Jahre mit Zuschüssen gefördert

Die Besucherströme im Murnauer Moos sollen besser gelenkt werden. Foto: Privat

Die Förderung und Weiterentwicklung des Naturschutzprojektes Murnauer Moos ist für die nächsten drei Jahre gesichert. Dies teilte jetzt der Präsident des Amtes für Ländliche Entwicklung, Georg Raum, mit. Die bewilligten Mittel in Höhe von zirka 100000 Euro werden in Besucherlenkung und Besucherinformation, in die Renaturierung von Mooren und in die Pflege der Landschaft investiert.

Landrat Harald Kühn, der den Antrag für eine weitere Förderung gestellt hatte, begrüßte diese gute Nachricht und sieht darin eine weitere Anerkennung für die langjährigen und erfolgreichen Bemühungen, die Natur- und Kulturlandschaft in diesem größten zusammenhängenden Moorgebiet Mitteleuropas mit Hilfe der Landwirte zu erhalten. Mit diesen Mitteln können weitere Maßnahmen neu begonnen und bereits laufende Naturschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen abgeschlossen werden. Das Murnauer Moos und die angrenzenden Moore sind in vielfacher Hinsicht bemerkenswert. Ihre naturräumliche Ausstattung mit Lebensräumen für viele Tier- und Pflanzenarten mit extensiv genutzter Kulturlandschaft und damit verbunden einem hohen kulturellen Stellenwert machen dieses Gebiet einzigartig. Bereits 1991 hatte deshalb der Kreistag des Landkreises Garmisch-Partenkirchen den Beschluss gefasst, die Trägerschaft für das Naturschutz-Fördervorhaben Murnauer Moos, Moore westlich des Staffelsees und Umgebung mit einem Gesamtvolumen von damals 34 Mio. DM zu übernehmen. Ende 1992 wurde das Projekt genehmigt. Es wird von Fachleuten als eines der interessantesten Bundesprojekte überhaupt bezeichnet und ist derzeit das einzige laufende dieser Art im Alpenvorland. Hauptziele sind die Erhaltung bzw. Entwicklung der international bedeutsamen natürlichen und unberührten Moor-gebiete, aber auch die Pflege wertvoller Kulturlandschaften. 2003 lief das Bundesprojekt aus, 2004 konnte es dank einer Förderzusage des Freistaates Bayern über das Amt für ländliche Entwicklung fortgeführt werden. Diese Zeit war insbesondere geprägt vom Erwerb von Grundstücken, die für das Erreichen der Projektziele von Bedeutung sind. Zirka 1650 ha Flächen hat der Landkreis mittlerweile erworben, insgesamt umfasst das Projekt rund 7000 ha. Das Moosgebiet zieht Erholungssuchende, Naturliebhaber und Gäste an zu jeder Jahreszeit. Ein Teil der künftigen Arbeit wird deshalb die Besucherlenkung und Besucherinformation sein. So ist geplant in einem Stadel am Ramsachkircherl ein zusätzliches Informationsangebot zu schaffen. Auch ein kleiner Erlebnisweg am Langen Köchel ist in Diskussion und könnte nach Klärung sicherheits- und artenschutzrechtlicher Fragen gefördert werden.

Meistgelesene Artikel

Unfall auf B2: 40000 Euro Schaden

Oberau - Die Autofahrer dachten heute Morgen, dass bestimmt die vielen Skifahrer den über zwei Kilometer langen Stau ausgelöst hätten. Dem war aber …
Unfall auf B2: 40000 Euro Schaden

Mit gestohlenem Auto davon

Wallgau - Ein 23-jähriger gebürtiger Rumäne mietete sich am Montag, 16. Januar, in einer Wallgauer Pension in der  Risser Straße ein. Er war in …
Mit gestohlenem Auto davon

Die Ski-Elite zu Gast

GAP – Der Schnee ist da, genau pünktlich, wenn die besten Skifahrerinnen und Skifahrer der Welt in den kommenden Tagen bis Ende Januar in …
Die Ski-Elite zu Gast

Kommentare