Den Gletscher wieder eingepackt – Zugspitz-Eismassiv ist mit Schneeauflage und Lkw-Planen gegen Abschmelzung gerüstet

Da braucht’s schon Kraft: Mit 130 Kilogramm schweren Planen wird der Zugspitzgletscher gegen Sonneneinstrahlung und Regen geschützt. Foto: BZB AG

Bereits zum 20. Mal waren die Mitarbeiter der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG am vergangenen Mittwoch zur Gletscherabdeckung ausgerückt. Denn Deutschlands einziges Gletscher-Skigebiet wird während der Sommerzeit vor Sonneneinstrahlung und Regen geschützt. Dabei wendet man eine bewährte Doppelstrategie an.

Über die Wintersaison hinweg konnte das Team der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG dank einer respektablen Schneehöhe auf dem Zugspitzplatt – mit Tagesschneehöhen von teilweise über fünf Metern – aus den umliegenden Hängen so genannte Schneedepots anhäufen. Diese Schneemassen wurden nach Ende des Skibetriebs auf der kostbaren Gletscherfläche verteilt und dienen dem Zugspitzgletscher nun als natürliches Schutzschild gegen Sonneneinstrahlung und Regen. Zusätzlich zu dieser kalten und natürlichen Schutzabdeckung kamen nun noch auf 500 bis 600 Quadratmetern Gletscherfläche fünf Meter breite und 30 Meter lange Lkw-Planen hinzu, die wie ein riesengroßes Pflaster für den Gletscher wirken. Die 130 Kilogramm schweren Planen wurden durch Ösen miteinander verknüpft und zusätzlich mit Holzbalken beschwert. „Die Abdeckung isoliert und leitet das Regenwasser sowie die Sonneneinstrahlung ab. Dadurch bleibt der Schnee auf dem Gletscher liegen und schützt das darunter liegende Eis“, erklärt Manfred Haas, Betriebsleiter Skigebiet Zugspitze. Man hegt und pflegt das Eismassiv in jedem Sommer auf’s Neue, damit auch die kommende Wintersaison auf Deutschlands höchstem Berg wieder ein Traum für alle Wintersportler wird.

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