Gudiberg jetzt mit Doppel-Sessellift

Felix Neureuther auf der Jungfernfahrt, flankiert von den WM-Maskottchen. Foto: OK Ski-WM

Felix Neureuther weihte im verschneiten Garmisch-Partenkirchen vor kurzem den neuen Doppel-Sessellift und die verbreiterte Rennstrecke am Gudiberg mit einem Slalomlauf ein. „Das ist heute ein sehr wichtiger Tag für uns. Von einigen Seiten ist bezweifelt worden, dass wir den Gudiberg rechtzeitig zur WM fertig stellen können. Jetzt ist der neue Lift betriebsbereit, die Betriebsgenehmigung liegt vor, das neue Funktionsgebäude ist fertig gestellt und ab Weihnachten wird auch die Piste vollständig präpariert sein. Wir sind mit unseren Vorbereitungen voll im Zeitplan“, freut sich Peter Fischer, Geschäftsführer im Organisationskomitee der Ski-WM.

In der Gudiberg-Arena werden bei den Ski-Weltmeisterschaften die Entscheidungen im Slalom und in der Super Kombination ausgetragen. Doppel-Sessel Nummer 1 trägt den Namen von Felix Neureuther, der 2010 den Weltcup-Slalom am Gudiberg gewonnen hat. Sessel Nummer 2 wurde seinem Vater, Christian Neureuther, gewidmet, der 1974 am Gudiberg erfolgreich war. Die Weltmeister der Ski-WM 2011 sowie alle zukünftigen Weltcup-Slalom-Sieger werden ebenfalls auf einem Doppel-Sessel verewigt. Die neue Anlage ersetzt den alten Schlepplift. Durch den neuen Lift entfällt die Präparation der Trasse des ursprünglichen Schleppliftes. Er bringt rund 500 Personen pro Stunde in wenigen Minuten zum Start. Auf der 580 Meter langen Strecke überwindet der Lift dabei einen Höhenunterschied von 202 Metern. Seit dem Sommer 2007 wurden am Gudiberg verschiedene Umbauten vorgenommen, um das Streckenprofil an die neuesten Anforderungen anzupassen und für Trainingsmaßnahmen und Wettkämpfe zu optimieren. Die Strecke wurde verbreitert, um das Einfahren auf dem Rennhang zu ermöglichen. Der Zieleinlauf führt nun nicht mehr in das Olympia-Skistadion, sondern in ein neues Slalomstadion am Fuße des Gudibergs, um die Atmosphäre für Athleten und Zuschauer weiter zu steigern. Die Männer starten beim Slalom zudem weiter oben als bisher; der Slalom beginnt jetzt mit einem mittelsteilen Stück und führt über eine starke Rechtskurve in den Steilhang, an dessen oberer Kante bisher der Start war.

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