Herzhaft lachen beim "Tratsch im Stiegenhaus"

Tratsch’n Rosa Wimmer (Elisabeth Hofmeister) hat Hausbesitzer und Metzger Franz Meiringer (Christoph Walter) einiges zu berichten. Foto: Kleines Theater

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ Da ist was dran und das haben bestimmt leider schon viele in ihrer eigenen Nachbarschaft erleben müssen. Und wenn die Nachbarin Rosa Wimmer heißt und eine Tratsch’n ist, wie sie im Buche steht, ja dann ist es aus mit dem Frieden im Treppenhaus. „Tratsch im Stiegenhaus“ heißt das neue Stück im Kleinen Theater in Garmisch-Partenkirchen, Direktorin Regina Rohrbeck-Pokorny hat die Volkskomödie von Jens Exler inszeniert.

Alles beginnt mit einem „entzückenden“ hellgrünen Damenhöschen, das der Wind auf den Balkon des „oiden Grantlers“, dem pensionierten Finanzbeamten Egon Binder (äußerst amüsant: Rainer Pokorny), geweht hat. Wo kommt das her? „Zum Glück“ gibt es ja Rosa Wimmer (eine Paraderolle für Elisabeth Hofmeister). „Mei, wenn i ned oiwei meine Augen offen hätt. . .“ Die Ratschkattl hört und sieht alles, was im Stiegenhaus vor sich geht. Sie ratscht und tratscht, verfälscht Tatsachen, spielt einen Hausbewohner gegen den anderen aus. Woher kommt die laute Musik? Ganz sicher von der Mittenwalder Rockband „Cavemen“, denn die liefert die Musik zum Theaterstück. Da wird doch nicht die Witwe Maria Linder (Gerda Kiml) ein Zimmer untervermietet haben? Und überhaupt, wer putzt die Treppe? Wer bekommt wann von wem Besuch? Alles Dinge, um die sich „Tratsch’n“ Rosa Wimmer ungefragt „kümmert“. Die laute Musik hört das junge Fräulein Viktoria Schindler (Ursula Wipfelder verdreht mit ihrem Augenaufschlag sämtlichen Männern des Hauses den Kopf). Christoph Walter, sehr schön in der Rolle des tollpatschig verliebten Hausbesitzers und Metzgers Franz Meiringer, unter dessen harten Schale sich doch ein weicher Kern verbirgt. Zu allem Überfluss zieht dann auch noch Martin Binder (Benedikt Hainzinger) in das Haus ein. Und was macht der „Kriminalbeamte“ (Wolf Stephan Bögl) als Herr Schindler eigentlich dauernd im Haus? Könnte es sein, dass Rosa Wimmer etwas nicht mitbekommen hat? Das Chaos gipfelt im „Kaninchenball“, zu dem der Kaninchenzüchterverein dessen Vorsitzender Egon Binder ist, geladen hat. Werden sich die Irrungen und Wirrungen, die die „Dorfratschen“ Rosa Wimmer angezettelt hat, dann aufklären? Szenenapplaus und lang anhaltender Schlussapplaus für das Ensemble vor ausverkauftem Haus. Wer mal wieder richtig herzhaft lachen möchte, dem sei das Stück dringend empfohlen. „Tratsch im Stiegenhaus“ ist u.a. zu sehen am Mittwoch, 7. Dezember, um 20 Uhr im Kleinen Theater in Garmisch-Partenkirchen. Karten dafür gibt es auch beim KREISBOTEN-Verlag in der Olympiastr. 22.

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