Festredner Edmund Stoiber mit großem Applaus begrüßt

CSU-Ortsverein feierte 70 Jahre

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Edmund Stoiber wurde herzlich begrüßt – hier mit Bürgermeister Adi Hornsteiner.

Mittenwald – Zwei große Wahlplakate mit dem weiß-blauen Schriftzug „70 Jahre CSU“ standen wie Hüter neben dem Rednerpult im Mittenwalder Postkeller. Daran knüpfte die Erinnerung an Weihnachten 1945 an, als sich in Mittenwald eine gleichgesinnte Gruppe von 40 Männern traf, um nach den verheerenden Kriegsjahren durch die Gründung der CSU wieder etwas Struktur und Ordnung ins tägliche Leben bringen wollten. Am 2. Januar Januar fand die erste Versammlung statt, bei der Georg Neuner zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde.

Rudi Haller, pensionierter Stabsfeldwebel, leitet seit 1997 als CSU-Ortsvorsitzender mit Elan und Geschick die Ortsgruppe mit 127 Mitgliedern. Haller bekräftigte den Slogan „Näher am Menschen“ der in den vergangenen 70 Jahren nichts an Aktualität verloren habe und der heute bei den vielen jungen CSU-Wählern eine perfekte Symbiose zwischen Jung und Alt bilde. Als Dr. Edmund Stoiber den Saal betrat, wurde er mit großem Applaus begrüßt, hat er doch von 1993 bis 2007 die bayerischen Geschicke als Ministerpräsident geführt. Beschwingt und lebhaft trat er ans Rednerpult, um sich mit Rudi Haller und dem CSU-Ortsverein über 70 gemeinsam gelebte CSU-Geschichte zu freuen. Sein erster nostalgischer Gruß galt dem Mentor und Dynamiker Franz-Josef Strauß, der an der Gestaltung der CSU und damit an Deutschlands Ideologie maßgeblich beteiligt war. Inzwischen schreibe Europa eine neue Geschichte, enorme Herausforderungen stehen an. Die Digitalisierung ist überall spürbar. Heute sei auch ein Auto so etwas wie ein „Computer auf Rädern“, und mit Google und Facebook müssten sich nicht nur junge Leute auseinandersetzen. Zum Flüchtlingsproblem meinte Stoiber: „Wer hier leben und arbeiten will, müsse sich anpassen und vor allem sein Gesicht zeigen.“ Er wünschte den Schwesterparteien CSU und CDU einen gemeinsamen Nenner und ein konstruktives Verhältnis. Sein besonderes Verhältnis zu Mittenwald kam auch zur Sprache, das sei durch seine Soldatenzeit in der Kaserne geprägt. Sein späteres Arbeitsfeld habe sich in Miesbach, Bad Tölz und auch einige Jahre in Garmisch-Partenkirchen abgespielt - und natürlich in Wolfratshausen. Wertschätzung und Sympathie nach Stoibers Rede drückte der langanhaltende Beifall aller CSU-Mitglieder und anwesenden Besucher aus.

Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber blickte auf die Gründung des Mittenwalder Ortsvereins im Nachkriegsjahr 1945/46. zurück. Es sei fast ein „Muß“ gewesen, nach den destruktiven Jahren eine demokratisch orientierte Linie für Mensch und Heimat zu installieren. Der damalige Beginn habe bis heute seine wichtige Struktur behalten. Bürgermeister Adolf Hornsteiner bedankte sich bei Dr. Edmund Stoiber für seine kleine Rückschau und die Sentenzen zur heutigen wirtschaftlichen wie politischen Lage. Es sei wichtig, die Meinungen kompetenter Parteimitglieder zu hören und zu verarbeiten. Für ihn als Quereinsteiger vor acht Jahren ins Bürgermeisterzimmer und damit in die Lokalpolitik, sei es eine große Herausforderung gewesen, er habe viel gelernt und begreifen müssen. Und heute sagte er zur CSU-Gründung vor 70 Jahren: „Mutig und weitblickend und große Anerkennung, was daraus geworden ist.“ Das Motto der Christsozialen„Näher am Menschen“ sei auch heute keine leere Floskel – aber man müsse sie wachhalten und weiterführen.

Von Kornelia Wehmeier

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