Konkrete Aussagen gab’s keine – Oberauer Bürger sprachen in Berlin das Thema Ortsumfahrung an

Die Oberauer kämpfen weiter. Foto: Veranstalter / FDP

„Steter Tropfen höhlt den Stein” und Informationen aus erster Hand können niemals schaden. Unter diesem Motto hatte sich eine Gruppe Oberauer Bürger zur Abgeordnetenreise von Klaus Breil, FDP, angemeldet. Neben dem Besuch des Bundesverkehrsministeriums war das zweitägige Programm gespickt mit aktuellen und politikgeschichtlichen Höhepunkten, insbesondere dem Besuch im Reichstag, der Erlebnisausstellung „The Story of Berlin” und der Gedenkstätte Normannenstraße (ehem. Stasi-Zentrale).

Wie alle Bundestagsabgeordneten hat auch Klaus Breil aus Bernried die Möglichkeit, politisch interessierte Bürger seines Wahlkreises nach Berlin einzuladen. Wissend um die Bedeutung des Themas Verkehrs- entlastung, schließlich ist die Umfahrung Oberau seit Jahrzehnten ein Dauerbrenner, erfuhr der Gruppenbesuch im Bundesverkehrsministerium eine besondere Vorbereitung. Während sich solche Ministeriumsbesuche üblicherweise auf eine allgemeine Vorstellung des Ministeriums mit anschließender Diskussion beschränken, war es diesmal anders. Nach einer nur kurzen Vorstellung der Aufgaben des Ministeriums durch den stellvertretenden Referatsleiter Alexander Dürrnagel, lag der Schwerpunkt der etwa eineinhalbstündigen Veranstaltung auf den Planungsprozessen beim Straßenbau und hier insbesondere auf der Umfahrung Oberau und der Frage der Finanzierung dieses für unsere Region wichtigen Bauvorhabens. Natürlich kam in diesem Zusammenhang auch der Kramertunnel zur Sprache. Sogar eine Video-Liveschaltung nach Bonn, wo nach wie vor etwa die Hälfte der Mitarbeiter des Bundesverkehrsministeriums beschäftigt ist, wurde eingerichtet. Aus Bonn zugeschaltet waren Gerhard Rühmkorf, Referatsleiter Gebietsaufgaben für Bayern und Hessen Bundesfernstraßen, und sein Kollege Jörg Fried, Referent für Oberbayern. Es ergab sich eine rege Diskussion, bei der die mitgereisten Oberauer, aber auch Teilnehmer aus anderen Orten, insbesondere Garmisch-Parten- kirchen, die Notwendigkeit der Umfahrung Oberau zum Ausdruck brachten sowie ihr Unverständnis darüber, dass die Finanzierung noch nicht gesichert ist. Auch bei der anschließenden Diskussion mit Klaus Breil im Reichstagsgebäude war die Umfahrung Oberau ein wichtiges Thema. Klaus Breil hatte hierzu seinen Fraktionskollegen, Sebastian Körber, MdB, Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestags, hinzugezogen, der dann auch einen Besuch in Garmisch-Partenkirchen und Oberau versprach, um sich einen Eindruck von den Infrastrukturproblemen unserer Region zu verschaffen. Die Termine im Bundesverkehrsministerium und im Bundestag haben erwartungsgemäß nicht dazu geführt, dass endlich mit dem Bau der Umfahrung begonnen wird. Aber steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein. Deshalb wurde der Besuch in Berlin von den Teilnehmern trotzdem als Erfolg verbucht. Klaus Breil hat zugesichert, sich weiterhin für die Umfahrung einzusetzen.

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