Motorradfahrer aus dem Verkehr gezogen

Erschreckend hohe Zahl an Strafanzeigen

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Wegen seiner Harley musste ein Motorradfahrer drei Tage campen.

Region  Arbeitsreiches Wochenende für die Kontrollgruppe Motorrad des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Im Zeitraum vom 13. bis 15. August wurden zahlreiche Motorradkontrollen durchgeführt. An beliebten Motorradstrecken wie dem Kesselberg, dem Sudelfeld sowie auch an den Zufahrtsstraßen zu diesen wurden Geschwindigkeits- und technische Kontrollen durchgeführt.

Vier Kradfahrer wurden wegen zu hoher Geschwindigkeit angehalten. Der Spitzenreiter war bei erlaubten 80 km/h mit 108 km/h gemessen worden. Zwölf Motorradfahrer wurden gebührenpflichtig verwarnt weil sich an ihrem Fahrzeug technische Mängel befanden oder sie das Fahrverbot am Wochenende am Kesselberg missachteten. Gegen fünf Fahrer wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstattet, weil sie entweder mit abgefahrenen Reifen unterwegs waren oder wie ein Österreicher der sich um das Überholverbot wenig kümmerte. Bei diesem wird das Bußgeld jedoch deutlich erhöht, da er als Entschuldigung angab, „lauter Schnarchzapfen unterwegs, da muss man vorbei". Erschreckend ist jedoch die Zahl der Strafanzeigen, insgesamt stellten die Beamten der KG-Motorrad bei 4 Motorräder fest, dass die Kennzeichen zu schräg und somit nicht lesbar angebracht waren. Auf die Fahrzeugführer kommt nun ein Strafverfahren zu welches in der Regel mit einer Strafe in Höhe von 800 - 1000 Euro endet.

Ein glückliches Ende fand der Ausflug dreier Berliner Motorradfahrer. Diese wurden im Rahmen einer Geschwindigkeitskontrolle angehalten, einer der Drei kam mit einer Verwarnung davon. Schlimmer endete es für einen 23-jährigen Berliner, an seiner Harley Davidson war eine unzulässige Auspuffanlage montiert. Auf dieser war deutlich zu lesen „Only for closed Road“ außerdem war ein nicht eingetragener Hochlenker montiert. Es schien so, dass die Fahrt 400 km vor dem Urlaubsort endete. Eine Weiterfahrt war mit diesen Mängeln nicht vertretbar. Es bestand die Möglichkeit das Fahrzeug vor Ort stillzulegen. Gemeinsam wurde nach einer vertretbaren Lösung gesucht. Man einigte sich, das Kennzeichen sicherzustellen um so eine Weiterfahrt zu unterbinden. Die beiden Kollegen des Berliners fuhren am nächsten Tag nach München und klapperten die dortigen Harley-Dealer ab. Tatsächlich konnten sie die erforderlichen Teile dort kaufen. Nach drei Tagen trafen sich die Kollegen der KG-Motorrad und die drei  Motorradfahrer am Tatort wieder.

Nachdem das Fahrzeug nun in einem technisch einwandfreien Zustand war, wurde das Kennzeichen wieder ausgehändigt und die Fahrt konnte fortgesetzt werden. Die Berliner waren sichtlich begeistert über die Flexibilität der bayerischen Polizei. Aber was macht der Biker niemals? Er lässt seine Harley nicht alleine zurück. So wurde kurzerhand aus drei Strandmuscheln und einer Plane ein Zelt gebaut und trotz schlechter Witterung harten die drei aus bis sie ihren Trip nach Italien fortsetzen konnten.

Von Alma Jazbec

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