Die letzten Zivis verabschiedet – Wohlfahrtsverbände sehen große Lücke – BRK startet Kampagne bei den Abiturienten

Von links: Enrico Corongiu (stellv.Leiter Rettungsdienst), Hans Steinbrecher (Leiter Rettungsdienst), Florian Krause (Zivi), Heiner Zann (Leiter Fahrdienst), Christian Geißler (Zivi), Arnd Hansen (Kreisgeschäftsführer), Tobias Kirchdorfer, Christoph Angerer (beide Zivis), Franz Manghofer (stellv. Kreisgeschäftsführer). Foto: Lilian Edenhofer

Ab 1. Juli wird die Wehrpflicht ausgesetzt, das heißt, dass es auch keinen Zivildienst mehr geben wird. Für die Wohlfahrtsverbände wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) ist das „ein schwieriges Thema“, betont Kreisgeschäftsführer Arnd Hansen. „Die Arbeit der Zivildienstleistenden hatte bei uns über Jahrzehnte einen festen Bestand.“

Sie wurden im Rettungsdienst oder im sozialen Bereich eingesetzt. Und haben dort „super gute Arbeit“ geleistet, freut sich Hansen. „Die jungen Männer konnten sich auch mit eigenen Ideen und Sichtweisen in ihre Arbeit einbringen“, fügt der Leiter des Rettungsdienstes Hans Steinbrecher an. Auch der Bereich „soziale Dienste“ wurde mit Zivildienstleistenden aufgebaut. „Und die letzten vier Zivis in diesem Bereich hinterlassen eine große Lücke.“ Sei es beim Umgang mit älteren hilfebedürftigen Senioren oder Menschen mit Behinderung. Man gehe mit einem „Mussgedanken“ in den Zivildienst rein, schildert Christoph Angerer die Situation. „Aber hinterher sieht man manche Dinge anders, man bekommt viel Menschlichkeit mit, es ist eine Bereicherung fürs Leben“. Die vier letzten Zivildienstleistenden, die das BRK jetzt verabschiedete, stellen das kameradschaftliche Miteinander heraus und sind sich einig, „es war eine super Zeit und wir haben hier eine sinnvolle Arbeit leisten können.“ Die Unterstützung der im Regelfall 16 jungen Männer, die jetzt wegfällt, versucht Hansen durch das „Freiwillige Soziale Jahr“ abzufangen. Das BRK startet eine Kampagne, um auf diese Möglichkeit bei Abiturienten aufmerksam zu machen. „Manche wollen die Zeit bis zum Studieren überbrücken.“ Meldet sich niemand, müsste man zusätzliche Kräfte einstellen, was eine Steigerung der Kosten bedeutet. „Die Politik war daran gewöhnt, dass die Leistung der Wehrdienstverweigerer kostengünstig vorhanden ist“, stellt Hansen fest.

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