Der Lohn der Tüchtigen – SC Riessersee gegen Duisburg: Reaktionen und Analyse

Am Ende wurde es nochmal knapp, doch die SCR-Defensive ließ keinen Treffer zu. Foto: Sehr

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TITUS FISCHER, GAP – „Gerade im zweiten Drittel war es eng. Die Duisburger sind zweimal alleine auf unseren Torwart zugefahren und haben dabei sogar einmal die Latte getroffen. Extrem wichtig für uns war, dass wir den Konter zum 1:0 vollenden konnten. Nach dem zweiten Treffer hatten wir noch Chancen auf das 3:0, die wir aber nicht genutzt haben“, analysierte SCR-Trainer Marcus Bleicher. „Im Schussdrittel wog das Spiel hin und her. Am Ende hatten wir auch Glück, dass wir das Spiel gewonnen haben. Schlussendlich haben wir uns das aber erarbeitet, somit war der Sieg verdient.” Der Sieg der Gastgeber ging auch für den Duisburger Coach Andreas Lupzig in Ordnung: „Wir haben das Spiel heute offen gestalten können. Letztendlich waren zwei individuelle Fehler für die Niederlage entscheidend: Einmal in Unterzahl und einmal bei einem Turn-over, da hat der SC Riessersee schnell reagiert und das 1:0 gemacht. Heute war unsere Leistung im zweiten und letzten Drittel bis auf die Torausbeute in Ordnung.” SCR-Geschäftsführer Ralph Bader meinte zur Serie gegen Duisburg: „Die Füchse waren ein angenehmer Gegner. Es hat sich alles anders als in der Runde zuvor gegen Deggendorf auf sportlicher Ebene abgespielt. Sie hatten es nicht nötig, schmutziges Eishockey zu spielen. Dafür möchte ich mich auch bei ihnen bedanken.“ Lupzig resummierte: „Zur gesamten Serie muss man sagen, wir waren am Freitag in Spiel eins nicht präsent. Am Sonntag haben wir Moral bewiesen und teilweise auch gutes Eishockey gezeigt. Da waren individuelle Fehler bei fünf gegen fünf entscheidend. Das 3:0 in der Serie ist völlig verdient für den SC Riessersee. Sie waren die laufstärkere und erfahrenere Mannschaft und hatten auch das Glück des Tüchtigen. Man muss einfaches Eishockey spielen, das haben sie gemacht, beispielsweise die Scheibe viel öfter zum Tor gebracht als wir.“ Ein Grund für das Weiterkommen der Riesserseer war, dass sie den besseren Torhüter hatten. Nur viermal wurde Harti Wild in den drei Begegnungen überwunden und hatte damit klar die Nase vorne gegenüber dem Duo Etienne Renkewitz/ Christoph Oster vorne. Hier schlug die Torwart-Problematik bei den Füchsen negativ zu Buche. In den Play-offs waren die beiden Goalies, die in der Vor- und Zwischenrunde hauptsächlich zum Einsatz kamen, nicht mehr spielberechtigt, da sowohl Mathias Niederberger als auch Björn Linda in den Play-offs der DEL bei ihren Mannschaften Düsseldorf beziehungsweise Köln auf dem Spielberichtsbogen standen und so ein Einsatz in der Oberliga nicht mehr möglich war. „Jeder weiß, dass die Torhüterposition im Eishockey die Wichtigste ist. Wild hat dies auch heute noch einmal gezeigt”, so Lupzig. „Wir müssen es aber so nehmen wie es ist. Ich hatte eben keine klare Nummer eins in den Play-offs. Das ist jetzt kein Vorwurf an die beiden Torhüter Oster und Renkewitz. Sie haben ihr bestes gegeben und gut gehalten. Im Laufe der Saison musste ich zwischen sechs Torhütern wählen, von denen ich vier ins Tor stellen konnte, zwei waren Nachwuchsgoalies. Das war über die Saison hinweg unsere größte Baustelle. Es war auch für mich nicht einfach gegenüber allen fair zu bleiben.” Die Regel, dass ein Torhüter nur bei einer Mannschaft während der Play-offs spielen dürfe, komme daher, „dass in der Vergangenheit Wettbewerbsverzerrungen stattgefunden haben”, so Lupzig weiter. „Aber man muss ich trotzdem darüber Gedanken machen. Es geht auch um die Nachwuchsförderung und dass die jungen Torhüter Spielzeit bekommen. Falls die DNL-Mannschaft der Kölner Junghaie ins Halbfinale gekommen wäre, dann hätten wir auch noch auf Stürmer Dennis Palka verzichten müssen.” Nachdem die Duisburger nach dem Ausscheiden in den Urlaub gehen, hatten die Riesserseer am Mittwoch frei. Nach den Trainingseinheiten am Donnerstag und Freitag dürfen die Spieler ein freies Wochenende genießen, ehe am Montag und Dienstag im Training der Augenmerk auf den kommenden Gegner gerichtet wird, der jetzt noch nicht feststeht (siehe Bericht unten). „Ich hoffe, dass bis zum kommenden Spiel wieder unsere verletzten Spieler zurückkommen. Besonders hoffe ich auf Kyle Doyle, den wir dringend brauchen“, betonte Marcus Bleicher angesichts der diversen verletzungsbedingten Ausfälle (siehe Spielbericht unten). Zumindest war Dolye nach seiner Gehirnerschütterung, die er sich in Spiel vier in Deggendorf zugezogen hatte, am Dienstag erstmals wieder auf dem Ergometer gesessen. Eine Neuerung gibt es ab dem Halbfinale: Hier wird es bei den Heimspielen im Olympia-Eissportzentrum bei den Eintrittskarten für Erwachsene einen Play-Off Zuschlag von einem Euro geben. Dieser Euro pro Eintrittskarte geht in vollem Umfang als Prämie an die Mannschaft des SCR. Schüler- und Dauerkarten sind von dieser Aktion nicht betroffen.

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