Ein Modell mit Zukunft – Nachwuchsförderung für junge Assistenzärzte im Rahmen einer besonderen Fortbildung

Auch praktische Fertigkeiten sind Teil der gefragten Fortbildung. Foto: Klinikum GAP

Ärztemangel, Abwanderung von Medizinern ins Ausland, medizinische Unterversorgung in ländlichen Gebieten – diese Schlagzeilen sind allgegenwärtig. Die Urologische Abteilung im Klinikum Garmisch-Partenkirchen unter der Leitung von Prof. Dr. Herbert Leyh hat sich in ihrem Fachgebiet diesen Problemen angenommen und bietet seit zehn Jahren eine gezielte Nachwuchsförderung an.

Im Jahr 2002 fand erstmals ein speziell auf den urologischen Nachwuchs ausgerichtetes Seminar statt, in dem jungen Assistenzärzten grundlegende Kenntnisse des Fachs in gezielter Kleingruppenarbeit mit namhaften Tutoren vermittelt wurden. Diese neuartige Form der Fortbildung, bei der neben der reinen Wissensweitergabe in interaktiven Fachvorträgen und Workshops insbesondere der Kontaktaufbau mit herausragenden Leistungsträgern des Fachs gefördert wird, hat schnell zu einem einschlägigen Erfolg geführt. Auch heuer zum zehnten Jubiläum kamen wieder 100 junge Assistenzärzte aus ganz Deutschland nach Garmisch-Partenkirchen, um über fünf Tage gezielte urologische Nachwuchsförderung zu erfahren. Das Assistentenseminar ist so gefragt, dass die Plätze dafür innerhalb einer Woche ausgebucht sind. Wie gehe ich mit Nadel und Faden um, wie führe ich schwierige Gespräche, was muss ich für meinen ersten Nachtdienst wissen, welche neuen Therapiemöglichkeiten gibt es? Auf jede dieser Fragen finden die jungen Mediziner bei der Fortbildung in praktischen und theoretischen Übungen Antwort. Darüber hinaus gibt es die Gelegenheit, die erfahrenen Ausbilder nach ihrem beruflichen Weg zu befragen und sich Rat und Tipp für den eigenen Karriereweg mit nach Hause zu nehmen. Mit den Inhalten, die die jungen Assistenzärzte in den Garmisch-Partenkirchner Seminaren lernen, starten sie dann gut gewappnet ihren persönlichen Ausbildungsweg. Durch den hervorragenden Kontakt zu ihren Ausbildern, der in der eigenen Klinik oftmals zu kurz kommt, fühlen sie sich ernst genommen in ihren Sorgen und Bedenken und ermuntert, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.

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