Ein möglichst schmerzfreies Leben

Den Patienten ein möglichst schmerzfreies Leben in Würde bis zuletzt zu ermöglichen, ist das große Anliegen der Ärzte, Pflegekräfte, Seelsorger, Psychologen und Hospizhelfer, die auf der neuen Palliativstation am Klinikum Garmisch-Partenkirchen arbeiten.

Sechs Betten sind es zunächst, die einem Schlüssel der Staatsregierung entsprechend eingerichtet wurden. Denn die hat erkannt, dass eine flächendeckende Versorgung mit Palliativmedizin an den Kliniken notwendig ist. 2007 bekam auch das Klinikum Garmisch-Partenkirchen grünes Licht zur Einrichtung einer Palliativstation, und bereits jetzt, bei der Einweihung, waren bis auf ein Zimmer alle belegt. „Endlich können wir die Station einweihen“, sagte Chefarzt Dr. Helmut Lambertz nicht ohne Stolz. Bei der Einrichtung der Zimmer wurde Wert auf eine gewisse Wohnlichkeit gelegt: warme Farben, Bilder, Grünpflanzen, und neben dem notwendigen Krankenbett auch eine Schlafcouch, gehören dazu. Die Angehörigen können die Patienten rund um die Uhr besuchen und nach Absprache auch hier übernachten. Eine kleine Küche gehört ebenfalls zur Station. Landrat Harald Kühn freute sich bei seinem Rundgang – ebenso wie die anderen zur Einweihung geladenen Besucher – über die gelungene Umsetzung. Er hatte sich in seiner Ansprache bei allen bedankt, die unermüdlich für die Realisierung der Palliativstation am Klinikum gewirkt haben. Ein besonderes Dankeschön galt dem Werdenfelser Hospizverein, der heuer sein zehnjähriges Jubiläum feiert. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind Ansprechpartner für Schwerstkranke, Sterbende und ihre Angehörigen. Der Vorsitzende Matthias Kratz machte deutlich, wie gut es sei, dass es diesen Ort für große Not am Klinikum nun gibt. „Diese Not kann für alle etwas anderes bedeuten: Schmerz, Verzweiflung, Ohnmacht. Und deshalb ist es so wichtig, dass es diesen Ort der Zuwendung gibt für die einzelnen Menschen in ihrer Not.“ Die Sterbenden und ihre Angehörigen erhalten auf der Palliativ- station eine umfassende Zuwendung, die von verschiedenen Professionen getragen wird; hier kümmern sich Ärzte, Pfleger, Physiotherapeuten und Seelsorger, dass für den Sterbenden ein Leben bis zuletzt und in Würde möglich ist. Und nicht nur Matthias Kratz hofft, dass die Station „wärmende Geborgenheit und stärkende Zuversicht“ vermittelt. Um das Thema zu intensivieren, finden in den kommenden Wochen Fachvorträge statt. Beim ersten Vortrag am 21. Oktober wird Oberarzt Dr. Marcus Schlemmer von der Palliativstation der LMU München versuchen, die Frage „Warum stirbt man eigentlich?“ zu beantworten. Bginn ist um 19.30 Uhr im evang. Gemeindehaus, Hindenburgstr. 39. Gedanken über Leben und Endlichkeit, Lebenskunst und Sterblichkeit wird am Montag, 27. Oktober, 19.30 Uhr im Caritas- Zentrum (Dompfaffstr.) der Jesuit Prof. Dr. Albert Keller äußern, der an der Hochschule für Philosophie in München lehrt. Am 12. November heißt das Vortragsthema „Mitgefühl lässt geschehen“, zu Gast ist dann die Geisteswissenschaftlerin und Verhaltensforscherin Dr. Carola Otterstedt. Ein Benefizkonzert mit Jürgen Hufeisen beschließt die anspruchsvolle Veranstaltungsreihe am 29. November in der kath. Pfarrkirche Maria Himmelfahrt Partenkirchen um 20.15 Uhr. Der Name Hufeisen steht europaweit für virtuoses Blockflötenspiel, das seinesgleichen sucht. tra

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