Im Murnauer Moos wird aufgspuit

Die Vorfreude ist groß (von links): Thomas Köthe (Leiter der Camerloher Musikschule), Anita Staltmeier-Gruber (musikalische Leiterin von Aufgspuit im Murnauer Moos), Uwe Prechtl (Tourist-Information) und Bürgermeister Dr. Michael Rapp. Foto: Günter Bitala

Seit 2007 gibt es das Volksmusikprogramm „Aufgspuit im Murnauer Moos“; damals initiiert von den Oberbayerischen Kulturtagen. Heuer treffen sich die Musikanten und ihre Zuhörer am Sonntag, 11. September, ab 13 Uhr an den mittlerweile bekannten Schauplätzen: Am „Drachenstich“, an der St. Georg Kapelle und im Ähndl-Biergarten.

Veranstaltet wird der Nachmittag von der Tourist-Information, der Marktgemeinde Murnau und der Camerloher Musikschule. Bürgermeister Dr. Michael Rapp: „Die Menschen sollen ihren Spaß an hochwertiger Volksmusik haben.“ 15 Musikgruppen hat Anita Staltmeier-Gruber eingeladen: „Das wird ein Treffen von Jung und Alt, von einheimischen und auswärtigen Musikanten.“ Besonderen Wert legen die Veranstalter darauf, dass möglichst viele Schüler aus der Camerloher Musikschule ihr Können zeigen, und auch deren Lehrer – beispielsweise der Kinderchor der Musikschule, De drei Soatnzupfer, die Kirchwegmusi aus Hofheim, die Murnauer Geigenmusi, die Musi vom scharfen Eck (Uffing), das Quintett Piccant, die Schuibanklmusi (Schlehdorf), die Uffinger Stubnmusi, die Ziach-Zupf-Blosn (Murnau). Außerdem sind etablierte Gruppen dabei, etwa die Weilheimer Sängerinnen, die Wetterstoa Musikanten (Mittenwald), der Ammersee-Dreigsang (Raisting), die Zirblstubn Musi aus dem Chiemgau, die Fannydui-Musi (Bad Wiessee). Eine Rarität sind die Südtirol-Bayerischen Musikanten. Sie spielen mit Oboe, Geige, Klarinette, Harfe und Steirischer Harmonika. Anita Staltmeier-Gruber: „Das besondere bei ‚Aufgspuit im Murnauer Moos‘ ist, dass sich bei diesem Volksmusik-Parcours an jedem der drei Spielplätze ein eigenes Musikantentreffen entwickelt und sich über den musikalischen Austausch hinaus, unter- einander eine besondere Spielfreude zur unverfälschten Volksmusik entfalten kann.“ Wer selber mitmachen will, ist von Anita Staltmeier-Gruber zum „Offenen Volksliedersingen“ eingeladen, um 14 Uhr an der St. Georg Kapelle. Bürgermeister Dr. Michael Rapp freut sich, dass die Veranstaltung so gut bei den Menschen ankommt. Im vergangenen Jahr waren es etwa 3000 Zuhörer: „Die Qualität ist so hoch, dass übers Jahr immer wieder Leute bei uns anfragen, wann der nächste Termin dafür ist.“ Allerdings hat der starke Zulauf seine Schattenseiten, die sollen ausgemerzt werden; Michael Rapp: „Wir werden dieses Mal einen zusätzlichen Parkplatz am Autohaus Kern an der Bundesstraße einrichten. Damit die Leute sicher über die Straße gelangen, stellen wir dort Ampeln auf.“ Außerdem gibt es einen Toilettenwagen. Der Leiter der Camerloher Musikschule, Thomas Köthe, unterstreicht, dass diese Maßnahmen, die die Sicherheit des Publikums erhöhen, Geld kosten, außerdem wollen die Musiker mit einer kleinen Brotzeit verköstigt werden: „Als Sponsoren konnten wir die Brauerei Karg und das Modehaus Echter gewinnen. Um die Unkosten zu decken, müssen wir heuer allerdings einen Eintritt verlangen. Fünf Euro für die Erwachsenen, Kinder bis 16 Jahre sind weiterhin frei.“

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