Musikalischer Ohrenschmaus

„Wo man singt, da lass dich ruhig nieder…“: Der Aufforderung aus dem bekannten Lied-Kanon kamen vergangenen Samstag über 800 Menschen bei der „3. Werdenfelser Chornacht“ gern nach.

Im Foyer und auf dem Schulhof war für die Bewirtung gesorgt und 500 Mitwirkende fieberten ihrem Auftritt entgegen. Gesungen wurde diesmal für kranke und hilfebedürftige Kinder und am Schluss konnte Organisator Peter Thelen ein Spendenergebnis von 2850 Euro verkünden. Das Geld ist bestimmt für die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe, die Neugeborenenstation des hiesigen Klinikums und den Verein „Hilfe für das rheumakranke Kind“, Einrichtungen, die sich im Foyer auch präsentierten. Bis weit nach Mitternacht war die Aula des Werdenfels Gymnasiums gut besucht, im ersten Teil reichten selbst die Stehplätze nicht aus, denn erstmals standen als Höhepunkt der Veranstaltung, berühmte Opernchöre auf dem Programm. Die Chance einer „weltlichen“ Chornacht hatten Thelen und Chorleiter Josef Schwarzenböck (Klavierbegleitung Venelin Filipov) genutzt, um SängerInnen der besten Landkreischöre zu einem gemeinsamen Vokalensemble zusammen zu führen. Das Publikum reagierte begeistert auf den „Einzug der Gäste auf der Wartburg“ aus Wagners „Tannhäuser“, die bekannten Verdi-Chöre sowie die Singschule aus der Komischen Oper „Zar und Zimmermann“ von Lortzing, für die hiesige SängerInnen wie Evi Güntsch, Ferdinand Silhanek, Daniel Weber, Patrick Mark und Georg Schwarz die Solistenpartien übernommen hatten. Bereits vor dem Opernchorblock sangen sich die jüngsten Choristen in die Herzen der Zuhörer und zeigten, welche Freude sie am Singen haben. Und weil es um kranke Kinder ging, schien es den vier Kinder-, zwei Jugend- und vier Schulchören doppelt soviel Spaß zu bereiten. „Dabei sein, darf bei dieser Gala, wer Spaß am Singen hat“, hatte Thelen im Vorfeld erklärt. Das galt auch für die sieben Einzelchöre, die auch aus dem Werdenfelser Umland und dem benachbarten Tirol für einen jeweils 15-minütigen Auftritt gekommen waren. Alle traten an dem Abend ohne Gage auf. Moderiert wurde der Abend von Andreas Dohmen, der sich alle Mühe gab, auch kleine Pannen charmant über die Runden zu bringen. Die beiden Schirmherren, Landrat Harald Kühn und der Erste Bürgermeister von Garmisch-Partenkirchen, Thomas Schmid, waren sich in ihren Grußworten zu Beginn bereits einig, dass die Chornacht inzwischen einen festen Platz im Kulturleben der Region hat. Fort- setzung erwünscht!

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