Das Nein riskieren – Portrait von Widerstandskämpfer Christoph Probst ausgestellt

Auch Dorothea Monthofer (2.v.li.) und Manfred Neupfleger (re.) sind froh, dass jetzt ein Foto des Widerstandskämpfers Christoph Probst im Kultur- und Tagungszentrum ist. Foto: Bitala

„Man kann sich von einem Menschen nur ein Bild machen, wenn man von ihm auch ein Bild zum Anschauen hat“, ist Dorothea Monthofer überzeugt. Deswegen hat sie im Namen des „Werdenfelser Bündnis gegen Rechtsextremismus“ viele Monate darauf hingearbeitet, damit im Kultur- und Tagungszentrum ein Portrait von Christoph Probst zu sehen ist. In einer kleinen Feierstunde wurde ein BIld des Widerstandkämpfers der Öffentlichkeit vorgestellt.

Christoph Probst kommt am 6. November 1919 in einem Haus an der Murnauer Kohlgruberstraße zur Welt. Der junge Mann lernt die Geschwister Hans und Sophie Scholl kennen. Anfänglich sind die drei von Hitlers Ideen begeistert. Als sie aber erkennen, welche mörderische Gefahr diese Ideologie für die Menschen bedeutet, schlägt die ursprüngliche Euphorie in blankes Entsetzen um. Bald fällt das Wort „Widerstand“, den sie unter dem Namen „Die weiße Rose“ beginnen. Christoph Probst schreibt: „Einmal muss das Menschliche hochgehalten werden, dann wird sie eines Tages zum Durchbruch kommen. Wir müssen dieses Nein riskieren gegen eine Macht, die Widerstrebendes ausrotten will.“ Es erscheinen Flugblätter der Weißen Rose. Am frühen Nachmittag des 18. Februar 1943 wird Probst verhaftet, und am 22. Februar 1943 in München im Gestapo-Gefängnis Wittelsbacher Palais ermordet. Das im Kultur- und Tagungszentrum dauerhaft ausgestellte Foto ist nicht nur für Dorothea Monthofer „ein weiterer Schritt, Christoph Probst als Vorbild für die Jugend in Murnau in Ehren zu halten.“ Angesichts der Schockwelle, die nach dem Bekanntwerden der Morde an ausländischen Mitbürgern durch rechtsextreme Terroristen derzeit Deutschland überrollt, fordert der Sprecher des „Werdenfelser Bündnisses gegen Rechtsextremismus“, Manfred Neupfleger die Leute auf: „Wir dürfen gerade auch in Murnau nicht nachlassen, rechtsextremer Gesinnung den Nährboden zu entziehen.“

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