Neues aus dem Rennstall

Zwei unzertrennliche Freunde vom Bartlhof

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Schorschi und sein Ochse Maxl (li.) sowie Seppi mit Ochse Beni freuen sich auf das 1. Wallgauer Ochsenrennen im August.

Wallgau - 2016 steht ganz im Zeichen des Ochsen. In diesem Teil der Kreisboten- Serie "Neues aus dem Rennstall" dürfen wir unseren Lesern die zwei besten Freunde der Welt vorstellen: Maxl, geboren am 25. Oktober 2013, und Beni, geboren am 23. September 2013, erblickten beide im Stall von Josef Berwein in Wallgau das Licht der Welt. Die stattlichen Burschen sind mit über 840 Kilogramm die schwersten ihres Jahrgangs. Beide Almsommer durften die unzertrennlichen Ochsen auf der Heimatweide am „Stierbichl“ verbringen.

Durch die Nähe der Weide zum Hof wurden die Beiden täglich besucht und mussten auf ihre Streicheleinheiten, von Josef selbst, nicht verzichten. Die Lieblingsstellen hinterm Ohr und am Hals genießen sie sehr. Den Winter verbrachten sie dann im heimischen Rennstall „Bartlhof“ an einem Logenplatz und durften täglich Rock, Pop und Schlager auf Bayern 1 hören.

Etwas unterscheidet die Freunde allerdings schon. Maxl ist, was das Futter angeht, ein bisschen „heikel“. Er lässt sich mit keinen Leckereien wie Kraftfutter oder Brot verführen. Er bevorzugt sein Silo, Heu oder Gras. Trotzdem bringt er mit 841 Kilogramm ein Kilogramm mehr auf die Waage als Beni. Zu Maxl und seinem Reiter Schorschi passt das Sprichwort „gesucht und gefunden“. Die Charaktereigenschaft „stur“ beschreibt wohl beide sehr gut. Unter Artgenossen versucht Maxl die Oberhand über das Rudel zu erlangen.

Und Beni? Mit seinen zierlichen 840 Kilogramm ist er zwar leichter als sein Kamerad Maxl, aber ihn kann man mit ein paar Leckerlies schon locken. Am liebsten mag Beni Kraftfutter und Toastbrot. Aber nur wenn es ganz frisch ist. Obwohl Beni eher ein dominantes Tier in Gegenwart von Menschen ist, verhält er sich ,wenn er mit Artgenossen beisammen ist, abgesehen von seinem Freund Maxl natürlich, eher schüchtern.

Das konnte man beim großen Wiegen sehr gut beobachten, als alle Rennochsen, die für das 1. Wallgauer Ochsenrennen gemeldet waren, zusammengekommen sind. Das mächtige Tier hat sich hinter seinem Reiter Seppi und Bäuerin Sabine versteckt. Die ersten Aufsitzversuche glichen eher einem Rodeo. Das wilde Hüpfen und natürlich der Sturz der Reiter waren schon fast legendär.

Mittlerweile, nach mehreren Trainingseinheiten, mit Hilfe von Hannes und Josef, sitzt man fest im (nicht vorhandenen) Sattel. Wie schnell die Ochsen sind oder mit welcher Ausdauer sie zum Ziel stürmen, werden wir spätestens am 1. Wallgauer Ochsenrennen am 6. August in der Rennarena an der Witter erfahren.

Von Regina Neuner

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