Gemeinsamer Neujahrsempfang von Markt und Bundeswehr im Offiziersheim

Guten Mutes ins Jahr 2013

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Von links: Ingenieur Wolfgang Schwind (Bahnhof Mittenwald), Vizebürgermeister Georg Gschwendtner, Landrat Harald Kühn, Gaby Hornsteiner, Monika und Günter Görsch und Bürgermeister Adolf Hornsteiner an der Zither.

Mittenwald – Oberst Günter Görschd von der Gebirgs- und Winterkampfschule Mittenwald mit Gattin Monika und Bürgermeister Adolf Hornsteiner mit Gattin Gabriele hatten kürzlich viele Hände beim Neujahrsempfang im elegant dekorierten Saal des Offiziersheims zu drücken...

Mit den schon traditionellen Fanfarenklängen der Alphornbläser des Gebirgsmusikkorps wurde dann der 13. Neujahrsempfang mit der öffentlichen Begrüßung von Vertretern aus Politik, Bundeswehr, Behörden, Gemeinden, Geistlichkeit, aus militärischen und zivilen Einrichtungen, eröffnet. Seinen Rückblick auf das vergangene Jahr begann Oberst Günter Görsch mit einem Blick auf die Sicherheitslage in den Einsatzgebieten. Vor allem in Afghanistan habe sich die Lage spürbar verbessert. Zum Jahreswechsel sei auch das deutsche Einsatzkontingent um rund 500 Soldaten auf rund 4000 reduziert worden. Der angelaufene Umstrukturierungsprozess der Bundeswehr verlaufe im Wesentlichen nach Plan, doch könne man diesen Prozess mit einer „Reparatur am laufenden Motor“ gleichsetzen. Die Umstrukturierung mit der neuen Wehrform einer Freiwilligen- und Berufsarmee habe zu einer erheblichen Reduzierung der Streitkräfte von 255000 auf 185000 Soldaten geführt. Bei der internationalen Zusammenarbeit sei es gelungen so Görsch, die bestehenden Kontakte zu den österreichischen Nachbarn und den amerikanischen und französischen Freunden zu festigen und in die Ausbildungsmaßnahmen miteinzubinden. Dazu wurde ein internationaler Gebirgskampflehrgang in englischer Sprache mit den Partnernationen durchgeführt, was einen wichtigen Schritt für die Gebirgs- und Winterkampfschule bedeutet. Für 2013 sei dadurch eine verstärkte Nachfrage nach Ausbildungsplätzen erfolgt. Noch einmal wies Görsch auf die Lage in Afghanistan hin: Obwohl sie sich verbessert habe, bleibe sie ein „Unsicherheitsfaktor“. Sorge bereitet ihm auch die Entwicklung in Nordafrika und im Nahen wie im Mittleren Osten. Hier müsse es gelingen, baldmöglichst die staatliche Ordnung wieder herzustellen, da sich sonst der Weg für radikale Gruppierungen öffne. Der Standort Mittenwald wird auch 2013 die internationale Ausbildungskooperation mit Lehrgangsmaßnahmen fortführen. Im April findet der internationale Rettungsspezialistenlehrgang statt und für 2014 sind Pilotlehrgänge für „Kampf im schwierigen Gelände“ vorgesehen. Nachdenklich wurde Oberst Görsch, als er auf die im Herbst stattfindende Bundestagswahl und auf Landtagsebene zu sprechen kam, und dass Deutschland dazu neige, auf hohem Niveau zu jammern. Doch ein Blick über die Grenzen hinweg zeige, dass die deutsche Wirtschaftslage ebenso wie die Arbeitslosigkeit im europäischen Vergleich gut zu bewerten sei. Zum Ende dankte Oberst Görsch für die gute und konstruktive zivil-militärische Zusammenarbeit, die nicht ohne weiteres selbstverständlich sei. Für das Jahr 2013 wünschte der Standortälteste Gesundheit, Glück und Zufriedenheit und für die Kameraden in den Einsatzgebieten eine glückliche Heimkehr. Bürgermeister Hornsteiner begann seine Neujahrsgrüße musikalisch auf der Zither mit der bekannten Melodie vom „Dritten Mann“. Dazu hat er auch die Gabe, seine Reden mit humorigen Aphorismen zu schmücken und seinen Optimismus auch bei schwierigen Themen und Entscheidungen durchblicken zu lassen. „Es war ein spannendes und forderndes Jahr“, meinte Hornsteiner, „und 2013 wird sicher ebenso sein.” Die finanziellen Verhältnisse der Marktgemeinde sind mit einer Million auf dem gemeindlichen Konto bestens geordnet. „Das heißt, dass es uns möglich war, diese Summe vom Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt zu überführen. Bei uns ist das Glas halb voll und nicht halb leer.“ Das Standbein Tourismus habe sich im letzten Jahr gut entwickelt, in der Alpenwelt Karwendel gab es zehn Prozent mehr an Übernachtungen und elf Prozent mehr Gästeankünfte. Die neue Mittenwalder Schulsituation sei ebenfalls positiv und man könne sie als Grundstein für die Zukunft ansehen. Zum Markenzeichen Gesundheitsregion Garmisch- Partenkirchen steuert zum Ende des Jahres das Mittenwalder Ärztehaus mit einem innovativen Konzept hinzu, der marode Bahnhof sei durch die Familie Wolfgang Schwind zu neuem Leben erweckt worden, und jetzt würde es nach fünf Jahren Bearbeitung auch höchste Zeit, das Tauziehen um das geplante Hotelprojekt zu einem guten Abschluss zu bringen. „Am 29. Januar werden in München beim Verwaltungsgericht die Weichen gestellt und ich bin guten Mutes, diese Hürde zu meistern“, sagte Hornsteiner. Sein Schlusswort war ein Dank an seine Mitarbeiter, an die Vereine, den Landkreis und an die Bundeswehr für das Vertrauen und das gute Miteinander. Und frei nach Goethe: „Nicht auf das Was, auf das Wie kommt es an.“

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