Olympia 2018: Gegner starten Bürgerbegehren und wollen Verträge auf Zulässigkeit prüfen lassen

1680 Unterschriften aus Garmisch-Partenkirchen brauchen die Olympiagegner, um den Bürgerentscheid zu initieren. Alle Argumente der Kritiker und die Unterschriftenlisten gibt es unter "www.nolympia.de". Die Argumente für Olympia und das Bewerbungskonzept kann man nachlesen unter "www.muenchen2018.org". Foto: Ilka Trautmann

Kaum sind die alpinen Ski-Weltmeisterschaften mit großem Lob für die Organisatoren zu Ende gegangen, wurde die WM von Funktionären und Sponsoren als gelungene Visitenkarte für die Olympiabewerbung gefeiert, machen die Gegner ernst und sammeln Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen die Olympiabewerbung 2018.

Da nach der Veröffentlichung des „Bid Books“ bestehende Verträge nicht zum Thema einer Befragung gemacht werden dürfen, zielen die Olympiagegner auf die rechtliche Zulässigkeit der bereits abgeschlossenen Verträge ab. Von Seiten der Bewerbergesellschaft ist zu hören, dass man das Bürgerbegehren als demokratisches Instrument respektiere, aber nach der Ski-WM sei man mehr denn je überzeugt, dass sich die Mehr- heit der Bevölkerung Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland wünscht. „Aus repräsentativen Umfragen kennen wir die Mehrheiten auch in Garmisch-Partenkirchen: Annähernd zwei Drittel der Bevölkerung steht dort hinter der Bewerbung“, heißt es. Die Vertreter der Plattform „NOlympia“ sind ihrerseits davon überzeugt, dass die Bevölkerung gerade nach der WM erkannt haben wird, dass Winterspiele nicht zu verkraften sind. Wenn auch die eigentliche Fragestellung kompliziert abgefasst ist: Unter der Überschrift „Keine Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen! Gegen den Ausverkauf unserer Heimat!“ will man jene Kräfte bündeln, die die Folgen für die Ortsentwicklung, die Natur und die Landwirtschaft, sowie die finanziellen Risiken kritisch bewerten. Konkret sollen die Bürgerinnen und Bürger darüber abstimmen, ob der Rechtswissenschaftler Prof. Heinrich Amadeus Wolff beauftragt wird, die abgeschlossenen Verträge und gegebenen Garantien auf ihre Zulässigkeit zu prüfen. Insbesondere die CSU-Fraktion begrüßte, dass die Einwohner nun doch ihre Stimme zur Bewerbung abgeben können. Mehrfach bereits hatten die Christsozialen ein Ratsbegehren gefordert, „um durch ein direktes Bürgervotum die notwendige Klarheit für die Bewerbung zu erhalten“.

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