Olympiabewerbung 2018: "Snow Village" soll am Eisstadion entstehen

Es war eine lange Debatte, die letztlich mit einem Mehrheitsbeschluss endete. Im Falle einer erfolgreichen Olympiabewerbung soll das „Snow Village“ für die Athleten im Bereich des Eisstadions entstehen, auf den Aurelis-Flächen einschließlich Gleisdreieck. Das Medienzentrum soll hingegen dezentral über verschiedene Standorte im Ort verteilt werden. Bevorzugt werden als Übernachtungsmöglichkeiten für die 3700 Journalisten das Edelweiß Lodge, der Stieranger an der Burgstraße und der Mühlanger.

Während zu den neuen Vorschlägen für eine dezentrale Aufteilung des Medienzentrums breiter Konsens herrschte, entzündete sich die Diskussion erneut am Standort für das Olympische Dorf der Athleten. Dass der nun vorliegende Beschluss – der gegen die Stimmen von CSU, SPD und dem FDP-Vertreter mehrheitlich verabschiedet wurde (17:11), keine optimale Lösung für das „Snow Village“ ist, machte Matthias Schöner von der Arbeitsgemeinschaft München 2018 deutlich. Die Planer hatten zwar diesen Standort im Visier, hatten aber mit den südlich angrenzenden Flächen von Privateigentümern gerechnet. Doch viele Eigentümer wollen nicht verpachten. Alois Maderspacher (CSU) konnte gleich zu Beginn der Diskussion eine Liste mit entsprechenden Unterschriften vorlegen und betonte „ein Snow Village in diesem Bereich könnt Ihr vergessen.“ CSU-Fraktionssprecherin Elisabeth Koch bat darum, den Standort Golfplatz Burgrain erneut zu untersuchen. Die CSU, die diesen Bereich für ein Olympisches Dorf favorisiert, will auch das Gegenargument „Überschwemmungsflächen“ nicht gelten lassen und so wies Elisabeth Koch daraufhin, dass das Wasserwirtschaftsamt signalisiert habe, dass man im Falle einer positiven Entscheidung für diesen Standort sicherlich noch Maßnahmen für einen weiteren Hochwasserschutz ergreifen könnte. Die Fraktion des CSB, die Freien Wähler als auch der Vertreter des Planungsteams legten nun ihrerseits dar, warum sich das Gebiet in Burgrain für ein Olympisches Dorf nicht eigne: – Die Nachhaltigkeit sei an diesem Standort nicht gewährleistet, lediglich ein Golfhotel könnte dort als Olympisches Erbe entstehen; – keiner könne zum jetzigen Zeitpunkt wissen, welche Entscheidung die Amerikaner dazu treffen werden; – ein Naturgebiet würde geopfert, während das brachliegende Gebiet im Bereich Eisstadion und Bahnhof ohnehin entwickelt werden müsste. Dritter Bürgermeister Hannes Krätz appellierte an den Gemeinderat, sich nicht in politischem Kalkül zu verstricken, sondern das nachhaltige Erbe für den Ort im Auge zu behalten. Das liege für die Freien Wähler im Bereich Eisstadion. Die CSU-Vertreter blieben bei dem von ihnen favorisierten Standort Burgrain, entwickelten die Idee, dass anschließend ein größerer und schönerer Golfplatz entstehen könnte, und so ließen gegenseitige Vorwürfe nicht auf sich warten, wer mit welcher Haltung die olympische Bewerbung erschwere. Auf einen Beschluss drängte dann nicht nur Bürgermeister Thomas Schmid, sondern vor allem Matthias Schöner von der Arbeitsgemeinschaft München 2018. Die Planer hätten ohnehin schon Zeitnot, ein Stand-ort müsse nun benannt werden, damit dieser planerisch entwickelt werden kann. Ob die Aurelis-Flächen und das Gleisdreieck für ein „Snow-Village“ ausreichen, war eine weitere Frage an den Planungsexperten. Im Prinzip ja, wenngleich natürlich dann eine mehrstöckige Modulbauweise greifen muss. „Auch bei vier- oder fünfstöckigen Gebäuden können Sie aber gewiss sein, dass diese nur temporär und nicht dauerhaft entstehen werden“, so Matthias Schöner.

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