Das Orchester Jakobsplatz spielt Jacques Offenbach zum jüdischen Neujahrsfest

Orchester Jakobsplatz München mit Daniel Grossmann. Foto: Christine Schneider

Mit einem Sonderkonzert startet die diesjährige Sinfoniekonzertreihe in Garmisch-Partenkirchen: Am Sonntag, 9. Oktober, wird aus Anlass des jüdischen Neujahrsfestes das Orchester Jakobsplatz München ab 19.30 Uhr heitere Melodien von Jacques Offenbach im Konzertsaal Richard Strauss spielen.

Bürgermeister Thomas Schmid freut sich sehr, dass das Konzert zustande kommt, sieht er hierin doch auch eine Fortsetzung der Aufarbeitung, die zum 75. Jubiläum des Zusammenschlusses von Garmisch und Partenkirchen begonnen hat. Dem Anlass entsprechend werden heitere Kompositionen von Jacques Offenbach im Mittelpunkt des Abends stehen. Das Orchester Jakobsplatz München, das sich 2005 in Verbindung mit der jüdischen Gemeinde am Jakobsplatz gründete, pflegt die Musik als Sprache der Verständigung und ist hoch gelobt. Der Schriftsteller Benjamin Stein wird im Rahmen des Konzerts zudem jüdische Bräuche und Traditionen erklären. Das jüdische Jahr beginnt im Monat Tschiri ( Ende September – Anfang Oktober) und richtet sich nach dem Mondumlauf. Das Fest hat einen biblischen Ursprung; der Begriff Rosh Hashana – zu deutsch Jahresbeginn – ist rabbinisch. Das Orchester Jakobsplatz München wurde 2005 unter der Federführung von Daniel Grossmann, dem heutigen künstlerischen Leiter, gemeinsam mit jungen Mitgliedern der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern gegründet, angeregt durch den Bau des Jüdischen Zentrums Jakobsplatz. Das Orchester, bestehend aus jüdischen und nichtjüdischen professionellen Musikern, will den Dialog fördern und zu einer Kultur des Zusammenlebens beitragen. Programmatisch setzt das Ensemble seinen Focus auf selten gespielte Werke jüdischer Komponisten, kombiniert mit Musik des 20./21. Jahrhunderts. Das Orchester hat bereits in verschiedenen Koproduktionen mit dem Bayerischen Staatsschauspiel mitgewirkt und in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsoper entstand die szenische Aufführung der Kammeroper „Der Kaiser von Atlantis oder Die Todverweigerung“ von Viktor Ullmann. Das Orchester Jakobsplatz München hat bereits mit renommierten Solisten zusammengearbeitet, u.a. mit Anne-Sophie Mutter, Ann-Katrin Naidu, Kevin Conners und Tanja Becker-Bender. Auch eine Israel-Tournee stand bereits im Kalender des Orchesters Jakobsplatz München. Karten für das Konzert am 9. Oktober gibt es noch, zum Beispiel über den KREISBOTEN-Verlag.

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