Die Passion 2010 neigt sich dem Ende zu

Eine Schlüsselszene aus dem Passionsspiel, das Abendmahl mit Christusdarsteller Frederik Mayet. Foto: Zinner

Mit der 108. Aufführung gehen am Sonntag die 41. Oberammergauer Passionsspiele zu Ende. Auch wenn es eine lange Vorbereitungs-, Proben- und Spielzeit war, Wehmut wird am Sonntagabend zu später Stunde aufkommen, wenn das Halleluja zum letzten Mal erklungen ist.

In den kommenden Tagen werden erste Bilanzen gezogen, Vergleiche mit anderen Spieljahren angestellt, an oberster Stelle wird aber für alle die fast ausnahmslos positive Resonanz der Besucher aus dem In-und Ausland stehen. Auch das Nachtspiel hat seine Feuertaufe bestanden, die an die Wand gemalten Szenarien blieben aus, der Erfolg hat den Befürwortern recht gegeben. Und wer schimpft noch auf das unsägliche Bauprojekt „Fahrbare Überdachung“, ohne die schützende Dachschale hätte es schlecht ausgesehen, schließlich spielte bis auf wenige Ausnahme das Wetter bei der diesjährigen Passion nicht mit. Eine noch nie dagewesene Medienpräsenz verzeichnete die Passion, die knapp über eine halbe Million Menschen aus der ganzen Welt gesehen haben. An allen Spieltagen eine volle Zuschauerhalle, auch das stundenlange Anstehen an der Tageskasse wurde zu einem Glücksspiel, viele der Wartenden gingen leer aus, die Nachfrage war einfach größer als die vorhandene Platzkapazität. Wie hoch die Zahl der nichtverkauften Arrangements war, darüber wird in Oberammergau viel geredet, konkretes weiß eigentlich noch niemand, die verantwortlichen Stellen halten sich bedeckt. Ab 4. Oktober kehrt man in Oberammergau zum Alltag zurück, zur passionsspiellosen Zeit. Die Vorbereitungen für die Passionsspiele beginnen aber früher als so mancher erahnt. Bereits im November 2005 rückte das Spiel 2010 in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, als Christian Stückl zum Spielleiter der Passion bestimmt wurde. Mit unserem kleinen Rückblick wollen wir nochmals auf die wichtigen Stationen der Passion zurückschauen. 23. 11. 2005 Christian Stückl wird mit 15:4 Stimmen vom Gemeinderat zum Spielleiter bestimmt. 5. 4. 2006 Der Gemeinderat beschließt mit 14:5 Stimmen das Nachtspiel 8. 6. 2006 Erzbischof Dr. Reinhard Marx übernimmt das Patronat. 16. 6. 2006 Bürgerentscheid: 56,44 Prozent sind für das Nachtspiel. 25. 2. 2009: Aufruf zum Haar- und Barterlaß. 18. 4. 2009 Ökumenischer Gottesdienst und Gelübdeerneuerung. 18. 4. 2009 Bekanntgabe der Hauptdarsteller. 28. 11. 2009 Konzeptpräsentation der Passion 2010. 28. 11. 2009 Erstes „Zusammenlesen“ der Rollenträger im Kleinen Theater. 17. 1. 2010 Erste große Volksprobe im Passionstheater. 15. 5. 2010 Eröffnungsgottesdienst; Ehrung der Passionsjubilare; Premiere.

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