Patronatstag der bayerischen Gebirgsschützen

Unter weiß-blauem Himmel

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Ein Meer an Schützen auf dem Sportplatz am Gröben bei der Festmesse.

GAP – Wo sich sonst 44 Fußballbeine ein Stelldichein geben, haben sich am Sonntag über 3500 Gebirgsschützen zur Feldmesse versammelt. Das Gröben-Stadion war ein einziger Aufmarschplatz für die 47 bayerischen Gebirgsschützenkompanien.

Bereits zum dritten Male seit 1998 und 2008 richteten die Garmischer den Patronatstag, das größte Fest der bayerischen Schützen im Jahreslauf aus. Und dazu gab es das sprichwörtliche „Maderspacher-Wetter“, das den Ausrichtern unter weiß-blauem Himmel eine wunderschöne Feldmesse mit anschließendem Festzug durch den Ort bescherte. Domkapitular Prälat Josef Obermaier, der zusammen mit Pfarrverbandsleiter Josef Konitzer, „Schützenpater” Prof. Dr. Leo Weber SDB und Diakon Reinhard Wohletz die heilige Messe zelebrierte, war die Freude über den gelungenen Tag anzusehen. Feierlich wurde der Gottesdienst von der Musikkapelle Garmisch und dem Metten-Gesang umrahmt. Die Ehrengäste waren zahlreich - alles, was Rang und Namen hat: Schirmherr Ministerpräsident Horst Seehofer mit Gattin Karin, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, die Landtagsabgeordneten Harald Kühn und Martin Bachhuber, Bezirkstagspräsident Josef Mederer, der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes, Elmar Thaler, Vertreter der Trachtenverbände und viele mehr, die auch beim Festzug den gut 65 Personen umfassenden Block der Ehrengäste anführten und der Einladung vom Landeshauptmann des Bundes bayerischer Gebirgsschützen, Karl Steininger, mit seiner Hauptmannschaft gefolgt sind.

Die Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen lobte in diesem Zusammenhang die „logistische Meisterleistung” , die für die Austragung eines derartigen Festes notwendig ist. „Und dies alles ehrenamtlich”, betonte Dr. Sigrid Meierhofer. Elmar Thaler seitens der Südtiroler stellte die besondere Freundschaft, die zwischen Bayern und Tirol herrscht, in den Mittelpunkt. „Diese gelte es zu vertiefen und dazu brauchen wir kein Rom, kein Berlin und schon gar kein Brüssel.“ Horst Seehofer lobte dabei die amüsanten Predigtworte von Pfarrer Konitzer. „Da kann ich noch was lernen – wenn es um die Weltmacht ,Ich‘ geht.“ Und er zitierte eine Studie, die untersuchte, warum man gerne in Bayern lebt. An allererster Stelle wurde von den Befragten die Begriffe Heimat, Brauchtum und Tradition angeführt. „Und dieser Patronatstag steht für diese Tugenden und die Schützen im Besonderen. Ihr seid ein Bollwerk gegen die Beliebigkeit, Kämpfer für die Kultur und echte Patrioten für unser Land!”, betonte der Ministerpräsident.

erisierte er mit verschmitzter Mine die Vorzüge des Bayernlandes: „Gut, besser, Bayern!” Nach den Ehrungen durch den Bund, viele Schützenkameraden wurden etwa für ihre 50- und 60-jährige Mitgliedschaft bei ihrer Kompanie ausgezeichnet, ergriff Thomas Maurer als Hauptmann der Gastgeber-Kompanie Garmisch das Wort. „Mein großer Dank gilt allen, die mitgeholfen haben, dieses Fest zu einem Gelungenen zu machen. Und natürlich besonders dem Herrgott, dass er uns dieses Kaiserwetter geschenkt hat!” Mit einem farbenprächtigen Festzug über die Maximilianstraße, von-Müller-Straße, Zugspitzstraße, Fußgängerzone und Olympiastraße, durften sich dann alle Kompanien, viele mit Musikkapelle, Trommler- oder Spielmannszügen angereist, den tausenden Zuschauern entlang der Zugstrecke präsentieren.

Von Klaus Munz

Unter weiß-blauem Himmel

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