Pläne des Christlich Sozialen Bündnisses zur Entwicklung von Garmisch-Partenkirchen

Thomas Schmid und Dr. Peter Samstag stellten das CSB-Positionspapier „Zukunft 2020“ vor. Foto: Ilka Trautmann

Der Olympiatraum für Garmisch-Partenkirchen ist geplatzt, doch die Gestaltung der Zukunft lässt sich nicht vertagen. Das Christlich Soziale Bündnis (CSB), die Mehrheitsfraktion im Rathaus Garmisch-Partenkirchen, hat jetzt den Medien ihr aktuelles Positionspapier „Zukunft 2020“ vorgestellt. Thomas Schmid stellt klar, dass hier kein „Plan B“ hervorgeholt werde, vielmehr habe man sich in der Fraktion schon vor der Olympiavergabe Gedanken gemacht, welche Projekte angepackt und fortgesetzt werden müssen.

„Freilich hätte der Zuschlag einiges beschleunigt, aber wir werden unsere Vorhaben auch ohne Olympia weiterentwickeln, “ stellt er klar. CSB-Fraktionsvorsitzender Dr. Peter Samstag räumt ein, dass vor allem die Verwirklichung der Straßenbauprojekte und die Verbesserung der Bahnverbindung ohne die Zuschüsse, die bei Olympia geflossen wären, ungleich schwerer werden. „Garmisch-Partenkirchen muss sich intensiv darum bemühen, dass dafür Gelder bereitgestellt werden;  die Lobbyarbeit wird wichtig sein.“ Die Verbesserung der innerörtlichen Verkehrssituation ist dem CSB ebenso wichtig – „und das haben wir auch selbst in der Hand“, sagt Bürgermeister Thomas Schmid. Beim Thema Sportstätten hat man ein Problem weniger, denn der Bau einer kleinen Olympiaschanze ist nun nicht mehr nötig. Das Skistadion soll renoviert und dadurch touristisch attraktiver werden. Auch die Biathlonanlage in Kaltenbrunn soll weiter ausgebaut werden und der Neubau des Wetterwandlifts soll die Attraktivität des Skigebiets Zugspitze erhöhen. Angesichts der guten Zahlen, die der Sommertourismus den Berg- bahnen beschert, will man den eingeschlagenen Weg der „Erlebniswelten“ fortsetzen.Ein neues Kongresshotel mit Multifunktionshalle im Gebiet Eisstadion – an dieser Idee will das CSB festhalten, zumal nach einer Verlegung des Kongresshauses auf dem bisherigen Grundstück Platz für ein weiteres Hotel wäre (die Pläne zur Bebauung des Bichlerhof-Grundstücks mit einem Hotel werden ebenfalls weiterentwickelt). Die Nachfrage nach Kongressen und Tagungen ist groß, aber wir brauchen mehr Ausstellungsfläche und eine moderne Infrastruktur“, ist Dr. Samstag überzeugt. In enger Nachbarschaft zu einem solch neuen Kongressgelände sieht Thomas Schmid auf dem Grundstück der Bowlingbahn die Chance für ein Nachhaltigkeitszentrum, ein Aus- und Weiterbildungszentrum. „Wir werden hier den Freistaat in die Pflicht nehmen, denn das Vorhaben wurde nicht vom Olympiazuschlag abhängig gemacht.“ Für das Aurelis-Gelände rund um den Bahnhof bzw. das Gleisdreieck strebt das CSB „Wohnen und Gewerbe“ an. Für touristische Zwecke und / oder Reha/medizinische Standorte sieht man Möglichkeiten am Zerhoch-Grundstück (unter Wah- rung des dortigen Sportplatzes), über der Tiefgarage Jahnstraße und am Grundstück des Patton-Hotels. Viele Ideen, viele Projekte, allerdings braucht man zur Umsetzung auch Investoren. Und das CSB sucht den Konsens. Man regt eine Sommerklausur im Gemeinderat an, „damit in der Diskussion die beste Lösung für den Ort gefunden wird“, unterstreicht Dr. Samstag.

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