Positive Bilanz Kultursommer – 11.000 Besucher nahmen die vielfältigen Veranstaltungen war

Die Räuber brachten dramatisches Geschehen ins Revier des Geschwandtnerbauern. Foto: Marc Gilsdorf / www.marcfoto.de

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ILKA TRAUTMANN, GAP – Zum diesjährigen Garmisch-Partenkirchner Kultursommer konnten Florian Zwipf und Georg Büttel eine positive Bilanz ziehen. Vom 24. August bis 25. September bereicherten Theater, Kleinkunst, Musikveranstaltungen und Ausstellungen das kulturelle Leben im Kreisort. Die Vielfalt der Veranstaltungen war groß und auch diesmal setzten die Macher auf einen besonderen Spielort für die Freilicht-Inszenierung, die den Kulturinteressierten „Die Räuber“ von Schiller vor der Bergkulisse beim Gschwandtnerbauern brachte. Und gerade für diese besondere und durchwegs gelobte Inszenierung hätten sich Zwipf und Büttel „noch ein paar Besucher mehr“ gewünscht, doch der besondere Veranstaltungsort, der nach einem kurzen Shuttle-Transfer noch einen kleinen Anmarsch mit einschloss, mag so manchem zu aufwändig gewesen sein. Die Inszenierung selbst kam gut an und auch das Wetter spielte bis auf drei Regen-Aufführungen mit, wenn auch die Temperaturen kühl waren und eine entsprechend Garderobe erforderten. Als guter Service erwies sich hier, dass man sich wärmende Decken gegen eine Pfandgebühr leihen konnte. „Die zweite Prinzessin“, das Bühnenstück für Kinder, wurde vor allem in den geschlossenen Veranstaltungen (Kindergärten, Grundschulklassen) stark nachgefragt. Ganz besonders gut kamen die „Bayerischen Dienstage“ beim Publikum an, hier ermöglichten die Veranstalter noch eine Zusatzaufführung. Die Cabaret-Royale-Darbietungen boten zum Teil Überraschendes von hochkarätigen Stars und auf großes Interesse stießen auch heuer wieder das Werdenfelser Almsingen und die „Late Night Swing“, die die Kultursommer-Darsteller einmal mehr in ganz ungewohnter (Sänger-)Rolle präsentierte. Die Vorpremiere für den Heimatkrimi „Föhnlage“ war ein weiteres Highlight, das hervorragend ankam. Die Persiflage „Willis wilde Weiber“ amüsierte besonders jene, die ihren Shakes-peare kennen und sich an den zahlreichen Zitaten aus seinen Werken ergötzten. 11.000 Besucher nennen Zwipf und Büttel als konkrete Zahl – durchschnittlich lag die Besucherzahl in den vergangenen Jahren zwischen 10.000 und 15.000, abhängig von den Veranstaltungsorten und der Zahl der Aufführungen. Mit dieser guten Bilanz gehen die Kultursommer-Initiatoren und Macher nun in die neuen Vertragsverhandlungen mit der Marktgemeinde für die nächsten drei Jahre. „Es geht hier um Details“, sagt Georg Büttel – und freilich auch um die finanzielle Ausstattung, ohne die Kultur eben nicht zu machen ist.

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