Staatsbesuch von Vladimir Putin

Karawankentunnel (Österreich – Slowenien) am 30. Juli gesperrt

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Aufgrund des Staatsbesuchs von Vladimir Putin in Slovenien wird der Karawankentunnel für einen Tag gesperrt sein.

Region - Der Staatsbesuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Slowenien hat möglicherweise enorme Auswirkungen auf den Urlauberverkehr in Richtung Süden. Aufgrund der hohen Sicherheitsanforderungen wird Slowenien den Karawankentunnel auf slowenischer Seite am Samstag, 30. Juli, nach derzeitigem Wissensstand für den Verkehr sperren. Das teilte Michael Bungert, Verkehrsmeldestelle Bayern, vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit. Die Sperre ist für mehrere Stunden anberaumt, derzeit ist von einem Zeitraum von 11 bis 18 Uhr auszugehen.

Welche Maßnahmen rund um den Staatsbesuch, die Auswirkungen auf den Verkehr haben, auch wirklich umgesetzt werden, ist derzeit nicht im Detail bekannt. Die Verkehrsmeldestelle Bayern und die österreichische ASFINAG, die ihrerseits mit der slowenischen DARS eng kooperiert, sind daher in ständigem Kontakt, um im Falle einer Tunnelsperre schnellstmöglich reagieren zu können.

Die geplante Sperre fällt aufgrund des Ferienbeginns in Bayern und u.a. in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein ausgerechnet auf einen der stärksten Reisesamstage im Sommer. Zehntausende werden sich an diesem Wochenende auf den Weg nach Italien, Slowenien und Kroatien machen.

Reisetipp:  Sollte die Sperre tatsächlich stattfinden, wird Reisenden mit Ziel Slowenien oder Kroatien empfohlen, bereits ab Nürnberg die Bundesautobahn BAB A3 bis Passau und im weiteren Verlauf die österreichische Autobahn A 9 (Pyhrn-Autobahn) bis zum Grenzübergang Spielfeld zu benutzen (sog. „Blaue Route“). Reisenden mit dem Ziel nördliche Adria wird empfohlen, ab dem Inntaldreieck die Inntalautobahn BAB A 93 und im weiteren Verlauf die österreichische A 12 über den Brenner, sowie in Italien über Verona und Udine nach Triest zu befahren.

In Österreich hat die ASFINAG einen umfangreichen Notfallplan in Kraft gesetzt, um die Verkehrsströme bereits frühzeitig umzuleiten: Die A 11 Karawanken-Autobahn wird bei tatsächlich erfolgter Sperre des Karawankentunnels dann bereits ab dem Knoten Villach für den gesamten Verkehr gesperrt. Ab dem Grenzübergang Walserberg auf der A 1 West-Autobahn wird ab 27. Juli mittels Warnleitanhänger und Wechseltextanzeigen auf die Sperre des Kärntner Tunnels zwischen Österreich und Slowenien hingewiesen und die Fahrt über die A 1 West-Autobahn sowie die A 9 Pyhrn-Autobahn zum Grenzübergang Spielfeld als Ausweichroute angeboten. Entlang der A 10 Tauern Autobahn wird auf den Überkopfanzeigen auf die Tunnelsperre aufmerksam gemacht und vor dem Knoten Villach auf die beiden Ausweichrouten über die A 2 Süd Autobahn via Graz und weiter über die A 9 nach Spielfeld sowie durch Italien über Arnoldstein, Udine und Triest hingewiesen. Bei der Mautstelle St. Michael in Salzburg werden zusätzliche Mitarbeiter eingesetzt, zudem wird die ASFINAG mehrsprachiges Infomaterial mit Hinweisen über Sperre und Umleitungen verteilen. Im Bereich des Knoten Villachs werden im Falle eines Rückstaus Mitarbeiter im Einsatz sein, um Mineralwasser zu verteilen. Die ASFINAG wird zusätzlich die Verkehrsmeldestelle Bayern und alle Partner-Unternehmen in Deutschland, wie etwa den ADAC, und in den Niederlanden mit Informationen versorgen, ebenso die Medien. Die Verkehrsmeldestelle Bayern lässt die Sperre in Zusammenarbeit mit der Verkehrs- und Betriebszentrale (VBZ) München-Freimann bereits auf der BAB A 8, München–Salzburg, auf den dWiSta-Tafeln (dynamische Wegweiser mit integrierten Stauinformationen) zwischen Irschenberg und dem Inntaldreieck anzeigen.

Bei massiven Verkehrsstörungen auf der Tauernroute wird nach Absprache mit der ASFINAG in den Überkopfanzeigen zusätzlich die Umleitungsempfehlung über den Brenner eingeblendet.

Anlass für den Staatsbesuch Putins sind Feierlichkeiten rund um eine Gedenkstätte russischer Kriegsgefangener. 400 russische Kriegsgefangene waren im März 1916 bei den Bauarbeiten der Nachschublinie der österreichisch-ungarischen Monarchie für die Isonzo-Schlachten am Vrsic-Pass Opfer eines Lawinenabgangs. Aus diesem Anlass wurde eine Kapelle „RUSKA KAPELICA" am Nordhang errichtet, wo die 100-jährige Gedenkfeier stattfinden soll.

Von Alma Jazbec

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