Dr. Rainer Wahl wurde zum Chefarzt der Gynäkologie am Klinikum berufen

Zwei Schwerpunkte möchte der neue Chefarzt für Gynäkologie und Frauenheilkunde am Klinikum Garmisch-Partenkirchen künftig stärker entwickeln: Die Geburtshilfe und die Behandlung von Brustkrebs. Da Dr. Rainer Wahl bereits seit 2003 am Klinikum als Oberarzt in der Frauenheilkunde tätig ist, kennt er nicht nur die Strukturen und Möglichkeiten im Haus, sondern setzt auch weiterhin auf die bereits gute Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Frauenärzten.

Landrat Harald Kühn und der Geschäftsführer des Klinikums, Wolfgang Türk, freuen sich sehr, dass sich Dr. Rainer Wahl bei der öffentlichen Ausschreibung der Chefarztstelle gegen seine Mitbewerber durchsetzen konnte. „Dr. Wahl hat bereits als Stellvertreter von Prof. Genz ganz hervorragende Arbeit geleistet“, lobt Geschäftsführer Türk. Seit Januar ist der dreifache Familienvater nun Chefarzt und erste Ideen werden realisiert: „Ich will den Entbindungsbereich freundlicher gestalten; die Frauen wünschen sich weniger Krankenhausatmosphäre zur Entbindung“, erklärt Dr. Rainer Wahl. Freilich geht es hier in erster Linie um ein angenehmeres optisches Umfeld, denn dass know-how der Ärzte und Hebammen, und die technischen Möglichkeiten der Abteilung sind jederzeit abrufbar. „Ein beruhigendes Gefühl für die Mütter ist es auch, dass die Kinderklinik sozusagen Tür an Tür zum Klinikum angesiedelt ist, sodass bei Komplikationen sofortige und fachkompetente Hilfe zur Stelle ist“, ergänzt Wolfgang Türk. 560 Babys kommen im Klinikum Garmisch-Partenkirchen pro Jahr durchschnittlich zur Welt; im Landkreis sind es 660 bis 680. Und natürlich will der neue Chefarzt den Anteil des Klinikums an diesen im Vergleich ohnehin niedrigen Geburtenzahlen weiter erhöhen. Das Thema Brustkrebs betrifft viele Frauen; im Landkreis erkranken statistisch gesehen etwa 120 Frauen pro Jahr daran. Dr. Rainer Wahl plant am Klinikum einen Ausbau zum „Brustzentrum nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft“. Eine Zusammenarbeit mit dem Unfallkrankenhaus Murnau, konkret mit den dortigen plastischen Chirurgen, soll nach einer Totaloperation neue Möglichkeiten eröffnen. Brustkrebs-Patientinnen müssten dann nicht nach München, sondern könnten im Landkreis betreut werden. Auch in diesem sensiblen Bereich setzt der 43jährige Mediziner auf die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten, um den Patientinnen lange Wege zu ersparen.

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