Die künstlich angelegte Tropfsteinhöhle im Schlosspark Linderhof wird aufwendig restauriert

Venusgrotte wird für 25 Millionen saniert

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Restaurierungsarbeiten für 25 Millionen Euro konnte dieser Tage Finanzminister Dr. Markus Söder verkünden. Unvermeidbar ist in diesem Zusammenhang, dass die Optik der Grotte bereits durch Bauzäune im Außenbereich und Gerüste im Inneren leidet.

Linderhof – Diese Meldung passt wunderbar zum Geburtstagswochenende des „Kinis“: Die von ihm konzipierte Venusgrotte im Schlosspark Linderhof, die als einer der be- liebtesten Besichtigungspunkte der Besucher bei ihrem Rundgang durch die weitläufige Anlage gilt, wird bis zum Jahr 2022 für rund 25 Millionen Euro saniert, wie Finanzminister Dr. Markus Söder verkündete. Neben dem Denkmalschutz berücksichtigt man dabei auch den Naturschutz. Die Baumaßnahmen sehen etwa neue Einflugröhren für geschützte Fle- dermäuse vor, wie die Mopsfledermaus oder die Kleine Hufeisennase.

Die Venusgrotte wurde seiner Zeit von König Ludwig II. mit modernster Technik ausgestattet. Für die Beleuchtung der Grotte wurde z.B. eine Stromerzeugungsanlage mit insgesamt 24 Dynamos gebaut. Die Anlage in Linderhof gilt daher auch als erstes ständiges Kraftwerk Bayerns. Die künstliche Tropfsteinhöhle mit See und Wasserfall wurde nach dem Vorbild des Hörselbergs aus dem ersten Akt der Wagneroper „Tannhäuser“ gebaut. Die Grotte wird nach den aufwendigen Sanierungsarbeiten wieder in ihrer ursprünglichen Funktionalität zu bewundern sein. Das Staatliche Bauamt Weilheim und die Bayerische Schlösserverwaltung erstellen derzeit ein Konzept für die notwendig gewordene Restaurierung. In diesem Zusammen- hang werden umfangreiche statische und restauratorische Untersuchungen, Raumklimamessungen sowie Untersuchungen zur Wasserführung in der Grotte und im Felshang durchgeführt. Die Venusgrotte wurde als Tropfsteinhöhle mit Wasserfall und See in den Jahren 1876/1877 am Abhang des Hennenbergkopfes nordöstlich oberhalb des Schlosses errichtet. Die künstlich errichtete Grotte verbindet als begehbares Bühnenbild den ersten Aufzug aus Richard Wagners Oper Tannhäuser mit der Nachbildung der Blauen Grotte von Capri. Die im Lauf der Zeit durch das Wasser entstandenen Schäden sind heute nicht mehr zu übersehen. Auch die Feuchtigkeit, die vom See im Innern der Grotte aufsteigt trägt zum kontinuierlichen Zerfall von Raumschale und Ausstattung bei.

Ilka Trautmann 

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