Schlechte Aussichten – Straßenbauprojekte im Landkreis

Florian Streibl, Landtagsabgeordneter und Parlamentarischer Geschäftsführer der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, zeigt sich enttäuscht über die neuerliche schlechte Botschaft, die er auf sein Anschreiben hin aus der Bayerischen Staatskanzlei erhielt. Der Leiter der Staatskanzlei, Thomas Kreuzer, nahm nach Aufforderung Stellung zur Umsetzung der offenen Straßen- bauprojekte im Landkreis. Und aktuell sieht es da leider nicht gut aus.

Kramertunnel In Sachen Kramertunnel wird zwar betont, dass bislang 19 Millionen Euro investiert wurden, um vor allem den Erkundungsstollen voranzutreiben. Allerdings wird dieser selbst bis 2013 nicht völlig fertiggestellt, da der kritische Bergsturzbereich unterhalb der Pflegerseestraße vorerst ausgespart werden soll. Eine Ausschreibung der eigentlichen Tunnelröhren erfolge aber erst dann, wenn Klarheit über die geologischen Verhältnisse in diesem Bereich herrscht. Wann dies der Fall sein wird, lässt die Bayerische Staatskanzlei, die sich dazu bei den Bundesbehörden erkundigt hat, völlig offen. Erst nach Abschluss der Untersuchungen könne über die Finanzierung der Baukosten verhandelt werden. Umfahrung Saulgrub Ähnlich ernüchternd sieht die Situation auch bei der Umfahrung in Saulgrub aus. Thomas Kreuzer schreibt an Florian Streibl: „Die 2012 voraussichtlich zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel des Bundes sind bereits restlos für die Anschlussfinanzierung laufender Maßnahmen verplant. Sobald der notwendige finanzielle Spielraum vorhanden ist, wird in Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium zu entscheiden sein, ob der 2. Bauabschnitt der Ortsumgehung Saulgrub in Angriff genommen werden kann.“ Streibl stellt dazu fest: „Das Werdenfelser Land ist eine strukturschwache Region, die dringend darauf angewiesen wäre, dass die Verkehrsinfrastruktur endlich auf Vordermann gebracht wird. Ich bedauere, dass unsere bayerischen Vertreter im Bundestag bislang viel zu wenig darauf gedrängt haben, den bayerischen Alpenrand wirtschaftlich und infrastrukturell besser zu fördern. Quälend ist auch die jahrzehntelang geübte Praxis von Bund und Land, die Menschen vor Ort permanent zu vertrösten, anstatt endlich ehrlich zu sagen, wann die Bürger hier damit rechnen können, dass ihre Sorgen ernst genommen und die Projekte angepackt werden.“

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