Sechster Bauabschnitt im Klinikum Garmisch-Partenkirchen fertiggestellt

Seit 1986 ist das Klinikum Garmisch-Partenkirchen in einer ständigen Phase des Umbaus und der Sanierung. Mit dem Abschluss des sechsten Bauabschnittes – die Räume für die Innere Medizin – ist laut Landrat Harald Kühn (CSU) das „Herzstück“ des Klinikums fertiggestellt. Das wird mit einem Festakt am 5. Mai begangen, zu dem auch der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Gesundheit Markus Söder erwartet wird.

25 Mio. Euro sind mit Baubeginn im Dezember des Jahres 2006 in die Sanierung der Inneren Medizin, Funktionsdiagnostik und Endoskopie geflossen, teilte Landrat Kühn in einem Pressegespräch mit. Die Finanzierung von 20 Mio. Euro erhofft er sich durch Freistaat und Bezirk von Oberbayern, da diese Summe förderfähig sei. Den Rest finanzieren die Klinik und der Landkreis als deren Träger. Konkret wurden die Räume saniert und medizinische Geräte auf höchstem Niveau angeschafft. „Meines Wissens sind wir die einzige Abteilung, die diese Technik hat“, freute sich Prof. Dr. Hans-Dieter Allescher, stellvertretender ärztlicher Direkter, als er die digitale hochauflösende Videoendoskopie vorführte. „Während ich den Patienten hier untersuche kann ich die Bilder sofort zum Chirurgen in den Operationssaal schicken“, ergänzt er. Ein weiterer Vorteil für die Patienten ist, dass die Endoskopie nun mit Kohlenstoffdioxid (CO2) und nicht mehr wie bisher mit Raumluft erfolge. „Es gibt keine Blähbeschwerden mehr nach der Untersuchung“, so Allescher. Denn das CO2 werde, weil es auch im menschlichen Körper vorkomme, abgebaut. Dafür notwendige Gasflaschen wurden beim Umbau der Abteilung in der Decke integriert. Mit der Sanierung hat sich nun auch die ohnehinschon gute Hygiene verbessert. Musste das Klinikpersonal die gebrauchten Endoskope bisher in einem Raum reinigen und lagern gibt es dafür nun zwei separate Räume. „Das ist ein deutlicher hygienischer Aspekt“, verdeutlichte Allescher. So würden sterile Geräte nicht mehr in der Nähe von verunreinigten Endoskopen gelagert werden müssen. Stolz ist er auch auf die gesteigerte Qualität im Röntgenbereich der Inneren Medizin. „Das neue digitale Röntgengerät muss nun nicht mehr in den Raum gefahren werden, weil es festinstalliert ist. Außerdem sind die Röntgenstrahlen nun zehnmal geringer als beim bisherigen Gerät.“ Erneuert wurden auch zwei Operationssäle: „Jetzt können wir videogestützt operieren“, ist Dr. Johann N. Meierhofer, Ärztlicher Direkter des Klinikums, zufrieden. Durch die moderne Technik habe sich die Verweildauer der Patienten in den Krankenhausbetten verkürzt. Die Ärzte könnten nun viele Fälle ambulant behandeln, die früher stationär behandelt wurden. Deswegen war auch die Sanierung der Tagklinik mit acht Betten in der Abteilung notwendig. Seit der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Klinikums flossen laut Landrat Kühn 140 Mio. Euro in das Gebäude. Ein Ende ist nicht in Sicht. „Bekommen wir vom Freistaat grünes Licht für Förderungszuschüsse, dann machen wir Ende des Jahres weiter.“ Im siebten Bauabschnitt soll das Bettenhaus zum Zug kommen. „Derzeit haben wir 430 Betten, künftig sollen es 415 werden“, erklärte Klinik-Geschäftsführer Wolfgang Türk. Mehr Ein- und Zweibettzimmer sind geplant.

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