Laura Dahlmeier holt in einem schwierigen Rennen den Sieg

Was für ein Einstand

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Laura Dahlmeier.

GAP – Laura Dahlmeier hat beim Weltcup-Auftakt in Östersund der Konkurrenz keine Chance gelassen und ist auf Platz eins gestürmt. Bei komplizierten Bedingungen am Schießstand bewies die Partenkirchnerin starke Nerven. Für die 23-Jährige war es der achte Weltcupsieg ihrer Karriere. Dahlmeier ist damit die erste deutsche Skijägerin nach Magdalena Neuner, die das Gelbe Trikot der Weltcup-Spitzenreiterin überstreifen darf.

Mit 15 Sekunden Rückstand kam die Französin Anais Bescond als Zweite ins Ziel. Sie hatte den letzten Schuss danebengesetzt, was ihr wahrscheinlich den Sieg kostete. Dritte wurde die Weißrussin Darja Jurkewitsch, die mit null Fehlern durchkam. Das tolle Ergebnis aus deutscher Sicht komplettierte Franziska Preuß, die auf dem vierten Platz landete. Die Partenkirchnerin war über die 15 Kilometer mit der Startnummer drei ins Rennen gegangen und legte ein gemäßigtes Tempo vor. Wie sie später einräumte, sei sie nicht gut reingekommen. Bei den ersten zwei Schießeinlagen blieb sie fehlerfrei, dann leistete sie sich jeweils eine Fahrkarte. Das war an diesem Tag aber zu verschmerzen, denn das Schießen entwickelte sich zu einer regelrechten Windlotterie. Die 23-Jährige behielt die Nerven und stürmte mit Bestzeit über den Zielstrich. „Heute musste man auch ein bisschen Glück haben. Hinten raus hat der Wind zugenommen. Laura hatte mit der frühen Startnummer sicher keinen Nachteil. Aber sie hat auch ihre stabile Technik abliefert und bestätigt, was wir seit Jahren sagen: Sie gehört zu den komplettesten Läuferin im gesamten Weltcup“, sagte der zufriedene Trainer Gerald Hönig. Die Siegerin fühlte sich nach der Ankunft im Ziel gar nicht so schnell, wie sie gestand. Zum Glück hatte sie sich getäuscht. „Es war ein sehr schwieriges Rennen. Beim letzten Schießstand habe ich lange gestanden. Ich habe mich über den letzten Schuss geärgert, der daneben ging.“ Der Wind pfiff auch bei Franziska Preuß mächtig um die Ecken. Insgesamt gingen drei Schüsse daneben, doch die Athletin aus Haag trumpfte mit einem starken Lauf auf und verpasste nur um 20 Sekunden das Podest. „Es ist besser gegangen, als ich gedacht habe. Bei den schwierigen Bedingungen bin ich mit den drei Fehlern zufrieden.“ Vanessa Hinz kassierte drei Strafminuten und kam als Zehnte ebenfalls in die Top Ten. „Ich bin so happy. Das war ein tolle Einstand“, sagte sie. Franziska Hildebrand lag nach fünf Schießfehlern 4:43,8 Minuten zurück und beendete das Rennen auf Platz 25. Eine Erklärung für die drei Fehler beim Stehendschießen fand sie auch: „Ich habe gehofft, dass ich einen windfreien Moment erwische, aber der kam leider nicht und irgendwann musste ich dann doch abdrücken. Ich konnte kaum zielen, weil das Gewehr so sehr hin und her gewackelt ist.“ Maren Hammerschmidt kassierte als 56. acht Strafminuten. Einen rabenschwarzen Tag erwischte Miriam Gössner. Mit elf Fehlern bei 20 Schuss war die Biathletin aus Garmisch chancenlos und landete in der Endabrechnung auf dem 86. Platz. Aber ein paar landeten im 99er-Feld noch hinter ihr.

Am Samstag folgt der Sprint über 7,5 km ab 11.45 Uhr. Zum Abschluss der Wettbewerbe in Schweden gibt’s am Sonntag ab 11.15 Uhr das Verfolgungsrennen über 10 Kilometer.

Von Titus Fischer

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