"Soziale Visitenkarte des Landkreises" – Freizeit-Pass in verbesserter Neuauflage: Größeres Angebot für größeren Personenkreis

So sieht der Freizeit-Pass im Großformat aus: (vorn.v.li.) Ferdinand Brunnenmayer (stellv. Sachgebietsleiter Sozialamt), Landrat Harald Kühn, Alexander Huhn (Kreisgeschäftsführer Caritas GAP), (hi.v.li.) German Kögl (Geschäftsführer Sozialdienst kath. Frauen und Prozentmarkt), Markus Dickel (Tafel GAP) und Arnd Hansen (Kreisgeschäftsführer BRK). Foto: Wäspi

Erholung, Wissen, Sport, Einkaufen, Kultur. Das sind Dinge, die im Alltag selbstverständlich sind. Doch Bürger mit geringem Einkommen stehen dabei oft vor Hürden, können sich vieles nicht leisten und geraten somit ins gesellschaftliche Abseits. „Genau diesen Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, wollen wir mit dem Freizeit-Pass unter die Arme greifen“, teilte Landrat Harald Kühn mit, als er kürzlich das Konzept vorstellte.

Sozial schwach gestellten und geringverdienenden Landkreisbürgern soll damit durch Ermäßigungen ein vielfältiges Angebot zugänglich gemacht werden, um am sozialen Leben teilnehmen zu können. Der Landrat blickt dabei auch auf einen Bericht zur Armutslage in der Region, der im Kreistag zur Sprache kam und vor dem man die Augen nicht verschließen dürfe. Umso mehr begrüßte er die Zusammenarbeit des BRK, der Caritas, der Diakonie, der Tafel und des Sozialdienstes katholischer Frauen mit dem Kreissozialamt. Aus ihrer Arbeit entstand eine verbesserte Neuauflage des Freizeit-Passes, den es schon seit 2006 gibt. Ab 1. Juni können nicht nur Hartz IV-Empfänger den Pass beantragen, sondern auch gering verdienende Bürger, deren Einkommen in etwa das 1,5-Fache des Sozialhilfe-Regelsatzes beträgt und die bisher durch das Raster gefallen sind. Zu beantragen ist der Pass bei den genannten Trägern. Neu ist auch das Design. „Dieses Scheckkartenformat fällt nicht mehr auf, sodass sich Betroffene an der Kinokasse nicht unwohl fühlen müssen“, sagt Ferdinand Brunnenmayer vom Sozialamt. Dadurch hofft er, dass betroffene Bürger Hemmungen ablegen und das Angebot mehr annehmen. Je mehr den Pass nutzen, umso größer werde die Akzeptanz, ähnlich den Studenten- und Seniorenermäßigungen. Auch das Angebot hat sich erweitert. Bildungsangebote sind darin genauso enthalten wie Ermäßigungen in Bädern, Museen und anderen öffentlichen und gewerblichen Einrichtungen. Brunnenmayer hofft auch, den Einzelhandel wie Bäckereien und anderes dafür gewinnen zu können, „eben alles, was zum Leben dazu gehört.“ ewä

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